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Albanien und Serbien wollen Eiszeit beenden

Albanien und Serbien wollen Eiszeit beenden
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Als erster serbischer Ministerpräsident hat Alexander Vucic Albanien besucht. Er und sein albanischer Amtskollege Edi Rama betonten auf einer gemeinsamen Pressekonferenz, dass sie “unvereinbare” Positionen zum Kosovo hätten – äusserten aber den Willen, dieses Hindernis zu überwinden.

Der Kosovo hatte sich 1999 von Serbien abgespalten. Belgrad und viele andere Länder erkennen die Unabhängigkeit des Kosovo jedoch nicht an.

Vucic erklärte sich zum Dialog bereit: “Wenn wir uns schlau und verantwortungsvoll verhalten und verstehen, dass weder Krieg noch Blutvergießen unsere Probleme lösen – sondern Gespräche, Dialog und ehrliche Verhältnisse, dann kann ich sagen, dass sowohl Serbien, als auch Albanien einer sehr viel besseren gemeinsamen Zukunft entgegenblicken”.

Serbien hatte Albanien in der Vergangenheit unterstellt, ein “Großalbanien” unter Einschluss des Kosovo und Teilen der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedoniens anzustreben. Zu diesen Vorwürfen sagte Edi Rama: “Ich habe es gesagt und ich wiederhole es noch einmal: es gibt kein Projekt “Großalbanien”. Das ist eine Idee derer, die nichts Gutes für uns wollen. Wir wollen Koexistenz. Unser Ziel ist es, EU-Mitglied zu werden”.

Zwischen Tirana und Belgrad habe es eine Eiszeit gegeben, doch der Besuch sei ein Zeichen des Willens beider Länder, diese zu beenden, so Rama.

2014 hatte die Europäische Union Albanien den Status eines Beitrittkandidaten gewährt, nachdem es bestimmte Reformen erfolgreich umgesetzt hatte.

Ein euronews-Interview mit Serbiens Präsident Alexander Vucic finden Sie hier: