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Ölmarkt lässt geplantes OPEC-Sondertreffen abtropfen

Ölmarkt lässt geplantes OPEC-Sondertreffen abtropfen
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Die Ölpreise sinken weiter. Auch die Ankündigung eines Gipfeltreffens des OPEC-Kartells konnte ihre Talfahrt nicht stoppen. Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (zur Lieferung im Oktober) 49,22 US-Dollar. Das waren 39 Cent weniger als am Freitag.

Die Investitionen stürzen ab, weltweit. Das könnte in ein paar Jahren ein ganz anderes Szenario ergeben: Nachfrage übersteigt Angebot, die Preise heben ab

Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 34 Cent auf 45,71 Dollar.

Am Wochenende hatte der Venezuelas Präsident Nicolas Maduro ein Gipfeltreffen der Organisation ein Gipfeltreffen der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) vorgeschlagen, um Maßnahmen im
Kampf gegen die seit Wochen anhaltende Talfahrt der Ölpreise zu besprechen.

Pierre Terzian, Analyst Pétrostratégies, Paris:

“Es gibt da Extremsituationen. Venezuela oder Ecuador haben wirklich Schwierigkeiten. Auf der anderen Seite können Ölgesellschaften nicht investieren – ganz einfach. Die Investitionen stürzen ab, weltweit. Das könnte in ein paar Jahren ein ganz anderes Szenario ergeben: Nachfrage übersteigt Angebot, die Preise heben ab.”

Binnen Jahresfrist hat sich der Ölpreis etwa halbiert – Überangebot. Ölkonzerne und Zulieferer reagieren mit milliardenschweren Sparprogrammen. Ihre Aktienkurse sind binnen Jahresfrist um bis zu 40 Prozent (BHP Billiton) abgeschmiert.

Allein in der britischen Öl-und Gasförderung in der Nordsee sind seit Ende letzten Jahres hat mehr als 5.000 Arbeitsplätze verschwunden, so die Öl- und Gasbehörde des Landes.

Zu dem vorgeschlagenen OPEC-Treffen sollen auch Länder eingeladen werden, die nicht zu dem Kartell gehören, etwa Russland.

su mit Reuters

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