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Wer hat die Macht in Malmö?

Polizist an der Rosengard-Wache
Polizist an der Rosengard-Wache
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Von Andrea Büring mit reuters, eurovision, tt news agency
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Banden kämpfen um die Vorherrschaft in der drittgrößten Stadt Schwedens. Die Polizei reagiert - und soll offenbar mit einem Anschlag eingeschüchtert werden.

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Zum wiederholten Mal wurde die schwedische Stadt Malmö Schauplatz eines Verbrechens: Am Mittwochabend haben zwei Männer die Polizeiwache Rosengard angegriffen, ein Problemviertel der Stadt. Niemand wurde verletzt, es entstand Sachschaden. Zwei junge Männer wurden wenige Stunden später festgenommen.

Eine Tat, die nach Meinung des Polizeichefs von Malmö auf den wachsenden Druck zurückzuführen ist, den Sicherheitskräfte auf Kriminelle ausüben. Die drittgrößte schwedische Stadt macht regelmäßig Negativschlagzeilen.

Schwedens Chicago?

Zwar ist die Mordrate niedrig im internationalen Vergleich. In Malmö werden jährlich rund 10 Menschen erschossen - 3,24 pro hunderttausend Einwohner.

Allerdings nahm die Bandenkriminalität stark zu. In der Stadt tobt ein Machtkampf verschiedener Gangs. 205 Verdächtige sind im Fadenkreuz der Polizei: männlich, um die 22 Jahre alt, viele mit Migrationshintergrund, zusammen fast 1.800 mal verurteilt.

Schusswaffen vom Balkan

Die meisten Waffen, die im Umlauf sind, kommen vom Balkan und wurden über die Öresundbrücke geschmuggelt - Schwedens Verbindung nach Kopenhagen in Dänemark.

Um die wachsende Kriminalität in den Griff zu bekommen, kündigte die schwedische Regierung schärfere Waffengesetze an. Ermittler sollen einfacher Telefone und E-Mails überwachen können. Auch der Einsatz der Armee gegen Verbrecher wird von einigen Politikern erwogen.

Weitere Quellen • Deutschlandfunk

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