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Nahost-Eskalation verunsichert Märkte: Europas Börsen brechen ein

ARCHIV: Börsenexperte Patrick King auf dem Parkett der NYSE. Die Kurse starten nach heftigen Einbrüchen in Asien und Europa deutlich im Minus, Oktober 2018.
ARCHIV: Händler Patrick King arbeitet auf dem Parkett der NYSE. Nach Einbrüchen in Asien und Europa startet die Wall Street im Okt. zweitausendachtzehn schwächer. Copyright  AP Photo/Richard Drew
Copyright AP Photo/Richard Drew
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Europas Börsen starten deutlich im Minus: Steigende Ölpreise treiben auch Gold und andere Edelmetalle an. US-Futures geben nach, die Iran-Krise verunsichert die Weltmärkte.

Die europäischen Börsen sind am Montag eingebrochen. Auslöser war die Verunsicherung nach massiven US- und israelischen Angriffen auf den Iran am Wochenende, die Anleger nervös machten.

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Der Leitindex Euro Stoxx 50 gab zum Handelsstart um rund zwei Prozent nach. Der breiter gefasste Stoxx 600 lag mit einem Minus von etwa 1,8 Prozent kaum dahinter, und ein Ende der Verkaufswelle ist nicht in Sicht.

Regionale Indizes von Frankfurt über Paris bis Mailand notieren allesamt im Minus. Der sich zuspitzende Konflikt bremst den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus und hat am Sonntag auch die Hisbollah in die Auseinandersetzung hineingezogen.

An der Londoner Börse zeigte sich der FTSE 100 robuster und verlor zunächst nur rund 0,3 Prozent.

Der deutsche DAX 30 gab hingegen um ein Prozent nach, der französische CAC 40 um mehr als 1,4 Prozent.

Der italienische FTSE MIB büßte etwa 1,8 Prozent ein, der niederländische NL 25 sank um mehr als ein Prozent. In Spanien verzeichnete der IBEX 35 einen kräftigen Rückgang von über zwei Prozent.

Noch vor Handelsbeginn in Europa war Japans Nikkei 225 bereits im freien Fall und liegt derzeit mehr als 2,3 Prozent tiefer.

Auch die US-Futures starteten am Sonntag schwächer. Der E-mini S&P 500 fiel um mehr als 1,6 Prozent, der E-mini Nasdaq gab über zwei Prozent nach.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten griffen die Aufsichtsbehörden zu einem drastischen Schritt: Sie schließen sowohl die Abu Dhabi Securities Exchange als auch den Dubai Financial Market für die nächsten zwei Tage.

Die Kapitalmarktaufsicht redete den Beschluss nicht schön. Die Schließungen sollen ganz ausdrücklich panikartige Verkäufe verhindern, nachdem der Iran in nur 48 Stunden 165 ballistische Raketen, 541 Drohnen und zwei Marschflugkörper auf das Land abgefeuert hatten.

Öl und Edelmetalle

Die Weltbörsen rutschen ins Minus. Gleichzeitig legten die Ölpreise im frühen Handel am Montagmorgen zu. Anleger versuchen einzuschätzen, wie sich die wachsenden Spannungen im Nahen Osten auf das Energieangebot auswirken könnten.

Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte sprang zunächst um rund acht Prozent nach oben. Später notierte es noch 5,9 Prozent höher bei 71,00 Dollar je Barrel. Brent-Öl verteuerte sich um 6,2 Prozent auf 77,38 Dollar je Barrel.

Gold liegt rund 2,5 Prozent im Plus, Silber gewann etwa zwei Prozent hinzu, Platin rund 1,2 Prozent.

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