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Berlinale: Ehrenbär für Willem Dafoe

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Copyright REUTERS/Fabrizio Bensch
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Von Euronews mit dpa
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Er war Held und Bösewicht, sogar Jesus Christus und ein Vampir. Die Berlinale würdigt sein vielseitiges Schaffen mit dem Goldenen Ehrenbären.

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Viel Jubel gab es am Dienstagabend in Berlin für US-Schauspieler Willem Defoe: Der 62-Jährige erhielt den Goldenen Ehrenbären der diesjährigen Berlinale für sein umfangreiches Schaffen.

Lange blieb das Theater Dafoes Schwerpunkt, 1980 trat er erstmals vor die Kamera in einer kleinen Nebenrolle in Michael Ciminos "Heaven's Gate". Eine Hauptrolle bekam er im Biker-Film "The Loveless (Die Lieblosen)", der zweiten Regiearbeit von Kathryn Bigelow ("Zero Dark Thirty"). Es folgte ein Auftritt als Geldfälscher in William Friedkins "Leben und Sterben in L.A.". Als Vietnam-Soldat in Oliver Stones "Platoon" wurde er schließlich einem größeren Publikum bekannt.

euronews-Korrespondent Wolfgang Spindler konnte dem Ausnahmeschauspieler auf dem Roten Teppich ein paar Fragen stellen.

Wolfgang Spindler, euronews: "Ein Preis für das Lebenswerk, fühlt man sich da nicht ein bisschen alt?"

Willem Dafoe: "Überhaupt nicht. Ich habe noch so viel zu tun. Ich fühle mich geehrt und bin froh, hier zu sein!"

euronews: "Schaut man in diesen Momenten nach vorn oder zurück?"

Willem Dafoe: "Ich schaue immer nach vorn!"

In 40 Jahren Karriere hat sich Willem Defoe als einer der ganz großen amerikanischen Charakterdarsteller etabliert und in mehr als 100 Filmen so ziemlich alles gespielt, wie Wolfgang Spindler berichtet.

"Er war Held und Bösewicht, sogar Jesus Christus und ein Vampir. Und ist in diesem Jahr mit 'The Florida Project' im Oscar-Rennen um die beste männliche Nebenrolle. Wir drücken die Daumen!"

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