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Energiegipfel der Südeuropäer in Lissabon

Energiegipfel der Südeuropäer in Lissabon
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Die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Spanien und Portugal haben bei einem Gipfeltreffen in Lissabon Maßnahmen auf dem Energiesektor erörtert. Sie kamen überein, die nationalen Energienetze enger zu verzahnen und die iberische Halbinsel besser an den kontinentaleuropäischen Energiemarkt anzubinden.

Stärkung der alternativen Energien

Portugals Regierungschef Antonio Costa zog Bilanz:

"Verbindungsleitungen für den Energietransport sind unverzichtbar. Deshalb haben wir hier und heute das klare und ehrgeizige politische Ziel bekräftigt, die Stromleitungen zwischen der iberischen Halbinsel und Europa bis 2020 um 10 Prozent auszubauen, und um 15 Prozent bis zum Jahr 2030."

Alle drei Politiker machten sich für alternative Energiequellen und neue Verbreitungswege stark.

Neue Unterwasserstromleitung verbindet Spanien und Frankreich

"Bei Verbindungsleitungen geht es meistens um Energie-Souveränität und den Zusammenhang zwischen Energie und dem Klima. Wenn wir in diesem Kontext über Verbindungsleitungen reden, können wir zu gemeinsamen Antworten kommen und eine europäische Strategie entwickeln. Dieses Gipfeltreffen hat zu Fortschritten beigetragen in den Bereichen Effizienz, Souveränität und Reduzierung der Umweltverschmutzung," sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Am Rande des Treffens unterzeichneten die drei Länder ein Abkommen über den Bau einer Unterwasserstromleitung im Golf von Biskaya von Nordspanien nach Südwestfrankreich. Die Europäische Kommission wird 30 Prozent der Kosten übernehmen, das entspricht rund 578 Millionen Euro.