Geteiltes Land: 10 Jahre nach dem Kaukasuskrieg [Bildergalerie]

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Das Gebiet von Südossetien trennte sich vor 10 Jahren mit Hilfe Russlands vom georgischen Staatsgebiet, in einem blutigen Konflikt. Wenige Staaten erkennen die Eigenständigkeit der Region an, so die Schutzmacht Russland, Nicaragua und Venezuela. Noch immer wollen Flüchtlinge zurück in die Heimat.

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Achtung, Übertritt verboten, warnt dieses Schild an der Nahtstelle zwischen Georgien und dem Gebiet, das sich Südossetien nennt. Der 84-jährige Dato Vansischwili steht am Stacheldraht und blickt auf seinen früheren Besitz. Wie eingesperrt fühle er sich. Fünf Jahre ist es her, dass russische Soldaten sein Land mit einem Zaun teilten. Seither muss er in Südossetien bleiben.

Umgekehrt sitzen Tausende Flüchtlinge aus Südossetien in Georgien fest, so auch Gennady Zaridze: "Warum kann es nicht sein wie zuvor, warum können wir uns nicht vertragen und wieder als Freunde und Verwandte leben? Ich habe Schwager, Schwägerinnen in Südossetien."

Die Grenze ist Teil einer zunehmenden Isolation als Folge des Kaukasuskrieges von 2008 mit Russland und Südossetien einerseits und Georgien andererseits. In dieser Woche jährt sich die fünftätige bewaffnete Auseinandersetzung zum zehnten Mal, mehr als 800 Menschen wurden damals getötet. Seither nimmt Moskau erheblich Einfluss auf die Region, so der georgische Staatspräsident Giorgi Margwelaschwili: "Wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren, denn das ist, was die russische Propaganda will. Sie sagen uns: Was auch immer ihr tut, euer Schiksal wird in Moskau entschieden. Ich sage: nein, die Dinge stehen anders."

Seit 2016 untersuchen Ankläger des Internationalen Gerichtshofs mögliche Kriegsverbrechen. Die rund 20.000 vertriebenen Geogier sollen zurückkehren dürfen in die Heimat.

Südossetien wird lediglich von einer handvoll Staaten anerkannt, so von der Schutzmacht Russland, von Nicaragua und Venezuela.

Bilder der russisch-georgischen Grenze

REUTERS/David Mdzinarishvili
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