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Kulturschock: Starbucks eröffnet im Mutterland des Espresso

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Kulturschock: Starbucks eröffnet im Mutterland des Espresso

Kulturschock: Starbucks eröffnet im Mutterland des Espresso
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Den amerikanische Kaffeegigant Starbucks hat den Sprung ins Mutterland der Kaffeekultur gewagt - Italien. Dorthin hatte man sich bisher nicht getraut, jetzt ist die erste Filiale in Mailand eröffnet worden. Starbucks behauptet, den italienischen Stolz auf ihr nationales Ritual zu kennen:

"Wir kommen nicht hierher, um Italienern beizubringen, wie man Kaffee macht, wir kommen in Demut und Respekt, um zu zeigen, was wir gelernt haben."

28.000 Filialen gibt es weltweit in 78 Ländern. Das Café in Mailand aber soll etwas Besonderes sein, ein so genannter Flagshipstore wie es sie so bisher nur in Seattle und Schanghai gibt.

Liz Muller ist Starbucks Chief Design Officer:

"Wir wollen ein Premium-Erlebnis bieten, anders als das, was die Italiener kennen."

Die amerikanischen Marketingstrategen haben herausgefunden, dass die Italiener nicht nur ihren Kaffee lieben, sondern auch Tradition, Stil - und Marmortresen. Zum Premiumerlebnis macht diesen Tresen eine Premiumtresenheizung, damit der Kaffee nicht so schnell auskühlt.

John Culver ist Gobal President des Kaffeekonzerns:

"Im Preis zeigt sich, was wie hier bieten - verschiedenste Brühmethoden, der Premiumespresso, den wir servieren, das hat natürlich seinen Preis.“

In der Bar um die Ecke zahlen Italiener üblicherweise 90 Cent für den Espresso, Schwätzchen inclusive. Starbucks nimmt das Doppelte.

Giulia hat den Starbucks schon probiert:

"Ich habe den Starbucks probiert, aber ich bleibe 100prozentig bei italienischen Kaffee – mit perfekter Crema und natürlich in einer vorgewärmten Tasse."

Kaffee ist den Italienern heilig, ein Stück italienische Seele. Bleibt abzuwarten, ob sie ihre Seele für einen premiumgeheizten Marmortresen verkaufen.