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Postkarte aus Beijing

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Der Himmelstempel ist eine der bemerkenswertesten heiligen Stätten Chinas. Die gesamte Anlage ist von einer kilometerlangen doppelten Mauer umgeben. Im Norden rund angelegt, ist der südliche Teil viereckig. Grund für diese Formgebung war die Vorstellung der Menschen, dass der Himmel rund und die Erde ein Viereck sei. Das glaubten die Menschen vor rund 600 Jahren, als sie den Tempelbau im Jahr 1420 vollendeten.

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Die Tempelanlage steht im Tiantan Gongyuang Park, im Süden von Beijing. Hierher kam der Kaiser, um für eine gute Ernte zu beten und dem Himmel dafür zu danken.

Das wichtigste Gebäude, die "Halle der Ernteopfer", auch "Halle des Erntegebets" genannt, ist ein 36 Meter breiter und 38 Meter hoher Rundbau auf einer dreistufigen Marmorterrasse.

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Im südlichen Teil steht eine kleinere runde Tempelhalle, die so genannte "Halle des Himmelsgewölbes." Sie ist umgeben von der "Echomauer", einer vollkomen glatten und exakt kreisförmigen Mauer. Ähnlich wie in europaischen Schlössern als Flüstergewölbe bekannte Bauten überträgt sie durch ihre runde Form Schallwellen. Wenn man an dieser Mauer spricht, kann man auch an der gegenüberliegenden Stelle jedes Wort hören.

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Die Hallen sind durch die 360 Meter lange Danbi-Brücke miteinander verbunden. Die gesamte Tempel-Achse mit Terrasse und Hallen ist 1200 Meter lang.

Laut dem Kommunikationschef Xing Qixin kommen täglich zwischen 30.000 und 40.000 Menschen dort hin, das sind mehr als 1,2 Millionenn Besucher pro Jahr. Die gesamte Tempelanlage ist sehr weitläufig und erstreckt sich auf eine Fläche von 2,73 Quadratkilometern.

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Aurora Velez, Euronews: "In der alten chinesischen Kultur symbolisierte die Zahl neun den Kaiser und die Höchste Macht. Im Himmelstempel findet man sie überall, so auch auf den Stufen, die dorthin führen.

Der aus der Der Halle der Ernteopfer, der Halle des Himmelsgewölbes, und dem runden Altar bestehende Gebäudekomplex steckt voller Symbolik. Er ist von etwa 4000 Zypressen gesäumt, die die Verbindung von Himmel und Erde repräsentieren.

Tao Lifan, Experte für Volkskunde, erklärt: "Im Tempel sind drei Säulenreihen übereinander angeordnet. Sie stehen für die vier Jahreszeiten, für die zwölf Monate des Jahres und für die 24 Erntezeiten.

Der Himmelstempel wurde während der Ming und Qing Dynastien genutzt. Seit 1998 ist er Teil des UNESCO-Welterbes.

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