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Ukraine: Kriegsdaten werden zum Schlüssel für deutsche Rüstung

Ukrainische Drohne in der Nähe von Kyjiw, 11. März 2026
Ukrainische Drohne in der Nähe von Kyjiw, 11. März 2026 Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Laura Fleischmann
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Berlin will die militärische Kooperation mit Kyjiw langfristig vertiefen. Neben Rüstungsfirmen waren erstmals auch Banken und Fonds an offiziellen Gesprächen beteiligt.

Aus Unterstützung soll strategische Partnerschaft werden. In einem ersten Schritt trafen sich am Dienstag in Berlin Vertreter des deutschen Verteidigungs-, Finanz- und Wirtschaftsministeriums mit dem ukrainischen Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov, der virtuell zugeschaltet war.

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Ziel sei eine "strukturierte und langfristige strategische Partnerschaft" mit der Ukraine, wie Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) im Anschluss erklärte. Davon profitiere zum einen die Sicherheit der Ukraine und Deutschlands. Zum anderen könnten aber auch die ukrainische und deutsche Wirtschaft von der Kooperation profitieren.

Zum ersten Mal waren bei dem Treffen neben Vertretern der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie auch Banken, Fonds und relevante Player der Finanzwelt dabei.

Um mögliche deutsch-ukrainische Rüstungskooperationen zu unterstützen, solle künftig das Personal in der deutschen Botschaft in der Ukraine aufgestockt werden, so Pistorius. Gefördert werden sollen insbesondere Projekte, bei denen die Ukraine angesichts des groß angelegten russischen Angriffskriegs einen Erfahrungsvorsprung hat.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) im Bundestag, 4. März 2026
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) im Bundestag, 4. März 2026 (c) Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Auch hinsichtlich des Austauschs von Kriegsdaten, etwa Gefechtsfelddaten, seien die Gespräche vorangekommen. Das sei ihm besonders wichtig, erklärte Pistorius. Es seien Daten, "über die wir bislang selber nicht verfügen".

Die Kooperationen seien eine "Win-win-Situation". Die Ukraine würde Technologien nicht unter Laborbedingungen, sondern auf dem Gefechtsfeld entwickeln, so der Verteidigungsminister. So könne die Ukraine eine "beeindruckende Innovationskraft und Geschwindigkeit" erreichen. So könne auch die europäische Abwehr gestärkt werden.

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) erklärte: "Es kostet Geld, wenn wir uns gegen Putin und die Aggression auch verteidigen können wollen, aber es ist richtig und das haben wir politisch entschieden." Deutschlands wirtschaftliche Stärke könne von den Kooperationen profitieren.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sagte, die Ukraine habe es geschafft, mitten im Krieg eine ganze Industrie von null aufzubauen. Mittlerweile decke sie einen großen Teil ihrer militärischen Bedarfe selbst.

Deutsche Unternehmen würden Technologien und Ausbildungskompetenzen mitbringen, erklärte Reiche weiter. Sie könnten sich an die ukrainischen Anforderungen anpassen und so lokale Wertschöpfung schaffen.

Mitte April besuchte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Berlin für die ersten deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen seit mehr als 20 Jahren. Mit dabei waren unter anderem auch sein Verteidigungsminister Fedorov sowie sein Sozialminister Uljútin.

Im Zuge der Konsultationen wurde eine gemeinsame Produktion von KI-gestützten Mid-Strike-Drohnen vereinbart. 5.000 von ihnen sind zunächst für die ukrainischen Streitkräfte vorgesehen, wie Euronews berichtete.

Das geschlossene Drohnen-Abkommen sei der "größte Deal dieser Art in Europa", so Selenskyj bei seinem Besuch.

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