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Baku Jazz Festival - Jamsessions bringen Musiker zusammen

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Baku Jazz Festival - Jamsessions bringen Musiker zusammen

Baku Jazz Festival - Jamsessions bringen Musiker zusammen
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Rund 20 Konzerte mit Musikern aus aller Welt, Jamsessions, Workshops, Meisterkurse und ein internationaler Musikwettbewerb für junge Talente - das Baku Jazz Festival erkundet alle Nuancen und Stilrichtungen des Jazz.

Ein mitreißendes Duo beim Baku Jazz Festival: Leonid Ptashka am Klavier und Gasan Bagirov an der Gitarre. Der in Baku geborene Pianist mit klassischer Musikausbildung lebt in Israel. Bagirov kommt aus St. Petersburg: Er spielt viele Instrumente und hat auch eine Dirigentenausbildung. Von Zeit zu Zeit treten die beiden Musiker zusammen auf:

"Auf keinen Fall sollen die Leute nach Hause gehen und sich den Kopf über unsere Musik zerbrechen. Sie sollen einfach beschwingt nach Hause kommen und am nächsten Morgen mit der Erinnerung an ein tolles Konzert und voller Energie in ihren Alltag starten. Ich will einfach nur gute Unterhaltung bieten, das ist alles", sagt Leonid Ptashka.

Omar Lye-Fook hat einen Urgroßvater mit chinesisch-jamaikanische Wurzeln: 1991 gelang dem in London lebenden Musiker der Durchbruch mit dem Hit " There's Nothing Like This ", der ihm internationale Fans wie Stevie Wonder einbrachte:

"Ich finde es langweilig, immer das Gleiche zu spielen, ich mag es, verschiedene Sachen auszuprobieren, gegen den Strom zu schwimmen. Es gibt so viel gleich klingende Musik, viele versuchen, andere zu imitieren. Ich wollte schon immer wie ich selbst klingen", so der Musiker.

Omar Lye-Fook kam früh zur Musik. Auch sein Vater war Musiker, er spielte mit den Rolling Stones und Jimi Hendrix. Zum Soul und Jazz kam Omar in der 1980er-Jahren. Musikrichtungen wie Soul-Funk, Hip-Hop, Caribbean Sounds und Zouk-Musik aus Guadeloupe inspirieren seinen Stil.

"Ich will einfach nur gute Unterhaltung bieten, das ist alles."

Leonid Ptashka Musiker

Musikwettbewerb will Talente fördern

Neue Talente entdecken, das ist das Ziel des Musikwettbewerbs "I am a Jazzman", der in verschiedenen Kategorien vergeben wird. Mit dabei war auch die aserbaidschanische Sängerin Natavan Quliyeva: "Ich liebe es, aufzutreten, das ist meine Lieblingsbeschäftigung, ich habe immer davon geträumt, deshalb bin ich hier."

Zwei der Jurymitglieder, der künstlerische Leiter des Festivals, Saxofonist Rain Sultanov und Vadim Abramow, ein in Wiesbaden lebender Musiker aus Baku, erklären, was einen guten Jazzmusiker auf der Bühne ausmacht:

"Im Jazz ist natürlich die wichtigste Sache Improvisation und Gefühl für Improvisation´", so Rain Sultanov. Und sein Kollege Vadim Abramov ergänzt: "Also Charisma ist sehr wichtig,, jeder Künstler muss seine Möglichkeiten kennen und ganz vorsichtig zu seinem Repertoire kommen - und natürlich Professionalismus."

Jamsessions nach den Konzerten brachten die Musiker zusammen. Jazz wird in Aserbaidschan seit Anfang des 20. Jahrhunderts gespielt - während der Sowjetzeit war Baku neben Sankt Petersburg und Riga eine der drei Städte, die bekannt für diesen Musikstil waren.

Leyla Efendiyeva: "Aserbaidschan kann auf eine lange Tradition und Geschichte des Jazz zurückblicken. Baku ist in dieser Region ein Zentrum für die Entwicklung dieser Musikrichtung."

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