Eilmeldung

Eilmeldung

Khashoggi-Verlobte lehnt Trump-Einladung ab

Sie lesen gerade:

Khashoggi-Verlobte lehnt Trump-Einladung ab

Khashoggi-Verlobte lehnt Trump-Einladung ab
Schriftgrösse Aa Aa

Die Frau, die der getötete Journalist Jamal Khashoggi heiraten wollte, hat sich öffentlich zu seinem Verschwinden im saudischen Konsulat in Istanbul geäußert. Er habe ein ungutes Gefühl gehabt, sagte Hatice Cengiz im türkischen Fernsehen („Habertürk“).

Hatice Cengiz

Er habe sich aber nicht vorstellen können, dass Saudi-Arabien es wagen könnte, ihm in einem fremden Land etwas anzutun. Cengiz und Khashoggi hatten vor vier Monaten beschlossen, zu heiraten. Jetzt fühle sie sich schuldig, weil er wegen der nötigen Dokumente ins Konsulat gegangen sei.

Hatice Cengiz, Verlobte von Jamal Khashoggi:

„Wenn ich geahnt hätte, dass so etwas passiert, hätte ich die Hochzeit abgeblasen und nie gewollt, dass er da reingeht. Emotional habe ich eine riesige Verantwortung, ein emotionales Gewissen.

Kronprinz Mohammed bin Salman

US-Präsident Doland Trump

Angesichts des internationalen Drucks hat US- Präsident Donald Trump “harte Strafen” in Aussicht gestellt, sollte die Regierung Saudi-Arabiens – ein enger Verbündeter der USA – die Finger im Spiel gehabt haben. Trump habe sie eingeladen, so Hatice Cengiz, sie habe aber abgelehnt. Die Verurteilung sei ihr nicht seriös erschienen.

Hatice Cengiz, Verlobte von Jamal Khashoggi:

„Ja, Trump hat mich in den ersten Tagen danach in die Vereinigten Staaten eingeladen. Aber seine Statements kamen in sehr kurzen Abständen und waren widersprüchlich.“

Der Interviewer (ERSOY): "Das sind wir bei Trump ja gewöhnt."

Cengiz: „Mir kam es so vor, als wolle er damit öffentlich Punkte sammeln. So habe ich es verstanden."

Der Regierungskritiker Khashoggi war am 2. Oktober in das

saudi-arabische Konsulat in Istanbul gegangen, um dort Papiere für
seine geplante Hochzeit abzuholen. Danach war er verschwunden.

Die türkische Regierung geht davon aus, dass ein saudisches
Spezialkommando den Regierungskritiker ermordet und zerstückelt hat.
Riad hatte am Donnerstag zugegeben, dass die Verdächtigen in dem Fall mit Vorsatz gehandelt hätten. Vor einer Woche hatte die staatliche saudische Nachrichtenagentur Spa berichtet, 18 saudische Staatsangehörige seien festgenommen worden, darunter der Vizechef des Geheimdienstes.

Demonstration vor dem saudischen Konsulat in Istanbul