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Wo Europas Grenze in Nordafrika geschützt wird

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Vor dem Hintergrund des neuesten Migrationsdrucks auf die EU hat eine Delegation des Europäischen Parlaments die spanische Enklave Melilla in Nordafrika besucht.

Immer wieder kommt es an der Grenze zu Marokko zu Zwischenfällen.

Eine Woche zuvor kam ein Flüchtling ums Leben, als er über der Zaun klettern wollte.

Die Portugiesin Ana Gomes war Mitglied der Parlamentsdelegation.

"Als Europäerin schäme ich mich angesichts solcher Vorfälle. Ich glaube auch nicht, dass diese Grenzanlage uns schützt. Am Ende ziehen nur die Schlepperbanden aus der Situation Nutzen."

Melilla und Ceuta sind die beiden spanischen Enklaven in Nordafrika.

Die Behörden hier arbeiten bei der Grenzüberwachung mit Marokko zusammen.

Zudem dürfen etwa Pendler die Grenze regelmäßig überqueren.

Doch die Kooperation hat auch ihre Schattenseiten.

Gomes: "Wir haben es mit Gaddafi gesehen, und wir sehen es mit Marokko und anderen Ländern.

Wenn die EU diese Wiedereinreise-Abkommen aushandelt, und wenn dabei eine maximale Sicherheit höchste Priorität hat, dann bringt sich die EU in eine Position, in der sie den Erpressern glaubt."

Die Delegation will einen Bericht mit Empfehlungen vorlegen. Gomes erklärte bereits, sie wolle sichere legale Einreisewege schaffen.