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Missionar oder Abenteuer-Reisender? Amerikaner (27) offenbar von Ureinwohnern getötet

Missionar oder Abenteuer-Reisender? Amerikaner (27) offenbar von Ureinwohnern getötet
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Gautam Singh
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Ein Amerikaner ist auf einer isolierten indischen Insel getötet worden. Der Abenteuer-Tourist besuchte eine entlegene Gegend, in der Ureinwohner leben, die bis heute mit Pfeil und Bogen jagen. Einige Medien glauben, dass es sich bei dem Amerikaner um einen Missionar handelt. Laut The Sun beschreiben britische Touristen, die den 27-Jährigen getroffen haben, als Missionar und eine Art Sanitäter.

Der indische Polizeisprecher Vijay Singh hat die Tötung des US-Bürgers auf der North Sentinel Island, einem Teil der Andamanen- und Nikobareninseln, bestätigt. Die Leiche des Amerikaners hatten offenbar Fischer gefunden.

Die Sentinelesen, die auf der Insel leben, wollen jeden Kontakt mit Fremden meiden. Sie sind auch bekannt dafür, dass sie Leute, die sich ihnen nähern, angreifen.

Indien versucht, Reisende davon abzuhalten. die kleine bewaldeten Insel zu besuchen. Laut Polizeisprecher Sing wurden sieben Fischer festgenommen, weil sie die Reise des Amerikaners ermöglicht haben solle.

Das US-Konsulat in Chennai, der Hauptstadt des südlichen Bundesstaates Tamil Nadu, bestätigte gegenüber NBC News nur, dass es Berichte über einen Amerikaner auf den Inseln gebe, aber die Sprecherin Kathleen Hosie wollte aus Datenschutzgründen zunächst keine Informationen dazu herausgeben.

Shiv Viswanathan, ein Sozialwissenschaftler und Professor an der Jindal Global Law School, sagte, North Sentinel Island sei ein geschütztes Gebiet und nicht für Touristen zugänglich. "Wieviele Menschen dort leben, ist nicht bekannt, aber die Bevölkerung nimmt ab. Die Regierung muss sie beschützen."

In den Gewässern um die Insel gibt es Wilderer, die Schildkröten fangen sowie Hummern und Seegurken fischen.

Stammesangehörige hatten 2006 zwei indische Fischer getötet, als deren Boot auf der Insel ans Ufer getrieben war.