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Venezuela: Der Kampf um die Macht wird blutiger

Venezuela: Der Kampf um die Macht wird blutiger
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In Venezuela wird der Kampf um die Macht immer blutiger. Allein seit Beginn der jüngsten Aufstände gegen Präsident Nicolas Maduro kamen 40 Menschen ums Leben. Der Großteil von ihnen wurde nach Angaben der Vereinten Nationen von regierungsnahen Kräften getötet.

Massive Gewalt gegen Regierungsgegner

"Mindestens 26 Personen starben bei den Demonstrationen am 22. und 25. Januar, offenbar durch Schüsse von Sicherheitskräften oder Mitgliedern regierungsfreundlicher bewaffneter Gruppen. Mindestens fünf weitere Menschen sollen zudem bei illegalen Razzien der Streitkräfte in ärmeren Stadtteilen getötet worden sein", sagte Rupert Colville, Sprecher der UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, am Dienstag in Genf. Es habe außerdem Hunderte teils willkürliche Verhaftungen gegeben.

Moskau verteidigt Maduro

Derweil wies Russland die neuen US-Sanktionen gegen Caracas als „illegal“ zurück. Washington habe nicht das Recht, sich in Venezuelas Innenpolitik einzumischen.

Außenminister Sergej Lawrow sagte: „Russland tut – gemeinsam mit anderen verantwortungsbewussten Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft – alles, um die rechtmäßige Regierung von Präsident Maduro bei der Durchsetzung der Verfassung und der ihr im Rahmen der Verfassung zur Verfügung stehenden Mittel zu unterstützen.“

Washington stärkt Guaidó und schwächt Maduro

Die USA dagegen stehen in dem Konflikt hinter Maduros Gegenspieler Juan Guaidó. Er hat sich vor gut einer Woche selbst zum Interimspräsidenten ernannt.

Um den Machtwechsel zu unterstützen, übertrug Washington nun den Zugriff auf venezolanische Regierungskonten in den USA von Maduro auf Guaido. Kurz zuvor hatten die USA Sanktionen gegen den Ölsektor Venezuelas verhängt.

Planen die USA einen Militärschlag?

Spekulationen über einen möglichen Militäreinsatz der USA in Venezuela wollte das Pentagon bislang weder bestätigen noch abstreiten.

US-Sicherheitsberater Bolton hatte für die Gerüchte gesorgt. Am Rande einer Pressekonferenz im Weißen Haus hielt er einen gelben Notizblock in den Händen. Auf diesem stand unter anderem der für die Presse gut lesbare Vermerk „5.000 Soldaten nach Kolumbien.“