Eilmeldung

Die USA sanktionieren Venezuelas staatlichen Ölkonzern PDVSA

Die USA sanktionieren Venezuelas staatlichen Ölkonzern PDVSA
Schriftgrösse Aa Aa

Die USA haben Sanktionen gegen Venezuelas staatlichen Ölkonzern PDVSA verhängt. Es dürfe zwar weiterhin Öl von dort gekauft werden, das Geld dafür dürfe jedoch nicht mehr an die Regierung von Nicolás Maduro gehen. Dieser wird von den USA nicht mehr als rechtmäßiger Präsident anerkannt nachdem sich Oppositionsführer Juan Guaidó zum Interims-Präsidenten ernannt hatte.

Der Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, sagte: "Es ist an der Zeit, in Venezuela für Demokratie und Wohlstand einzustehen. Ich wiederhole, dass die USA die venezolanischen Sicherheitskräfte für die Sicherheit aller diplomatischen Mitarbeiter der USA, der Nationalversammlung und von Präsident Guaido verantwortlich machen werden."

Einige europäische Länder, darunter auch Deutschland, hatten Staatschef Maduro ein Ultimatum gestellt. Er soll bis Sonntag Neuwahlen ausrufen.

Parlamentspräsident und Interims-Staatschef Guaidó begrüßte dies: "Ich hoffe, dass sie nach Ablauf der acht Tage standhaft bleiben, den Druck erhöhen und unsere Verfassung, den demokratischen Kampf und die Nationalversammlung als einzige gewählte Instanz anerkennen. Und falls nötig, den Sanktionsprozess verstärken werden, und vor allem mehr humanitäre Hilfe leisten."

Maduro betonte, dass er weiterhin im Amt bleibe. Seine Regierung wird unter anderem von Russland und China finanziell unterstützt.

"Donald Trump, misch dich nicht ein in Venezuelas Angelegenheiten. Hände weg von Venezuela, Donald Trump! Und zwar sofort!", forderte Maduro.

Die US-Sanktionen könnten große Auswirkungen auf den offenen Machtkampf zwischen Präsident Maduro und dem selbsternannten Interims-Staatschef Guaidó haben. In Venezuela lagern die größten Ölreserven der Welt. Der Ölsektor ist für das Land sehr wichtig, die Volkswirtschaft hängt zu rund 90 Prozent von dessen Einnahmen ab.

Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.