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Italiens Wirtschaft sorgt Brüssel

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Reuters
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Bei der regelmäßigen Analyse der Wirtschaftslage in den 28 EU-Mitgliedsstaaten hat die Europäische Kommission davor gewarnt, dass sich die wirtschaftlichen Probleme einiger EU-Staaten auch negativ auf die gesamte EU auswirken könnten.

Die Rede war von Italien, Griechenland und Zypern - ihnen bescheinigte die EU-Kommission übermässige Defizite, die angegangen werden müssten. Italien ist wegen der hohen Staatsverschuldung, die bei mehr als 130 Prozent der italienischen Wirtschaftskraft liegt, das größte Sorgenkind.

"Italien steht derzeit vor keinem Verfahren, aber dort sehen wir große Defizite und eine stagnierende Entwicklung. Vielleicht wird es Probleme mit den öffentlichen Finanzen geben, und deshalb haben wir Italien gedrängt, auf den Reformprozess zurückzukommen - mit Nachdruck. Denn das ist für uns eine dringende Angelegenheit", so Pierre Moscovici, EU-Finanzkommissar.

Auch Griechenland musste sich von EU-Kommission rügen lassen - hohe Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit und niedriges Wachstumspotenzial belasteten die Wirtschaft des Landes. Der Finanzsektor bleibe wegen eines hohen Bestands fauler Kredite und geringer Profitabilität anfällig.

Seit dem Abschluss der Hilfsprogramme kämen die Reformen nur schleppend voran, sagte EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici, auch wenn man prinzipiell auf dem richtigen Weg sei.

Es sei zudem im griechischen Interesse, alle noch fehlenden Maßnahmen vor der nächsten Sitzung der Eurogruppe abzuarbeiten - um den Athen in Aussicht gestellten Bonus in Höhe von einer Millarde Euro freizugeben.