Finnland-Wahl: Sozialdemokraten vor Rechtspopulisten

Finnland-Wahl: Sozialdemokraten vor Rechtspopulisten
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Nach Auszählung von gut drei Vierteln der Stimmen gewinnen die oppositionellen Sozialdemokraten die Wahl. Die Rechtspopulisten kommen auf 17,5 Prozent. Große Verliererin ist demnach Finnische Zentrumspartei des bisherigen Ministerpräsidenten Juha Sipilä

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Nach der Wahl in Finnland zeichnet sich eine veränderte Parteienlandschaft ab.

Nach Auszählung von gut vier Fünfteln der Stimmen (87,2%) haben die Sozialdemokraten (SDP) die Führung übernommen („YLE public TV“). Demnach werden sie mit ihrem Chef Antti Rinne mit etwa 18 Prozent stärkste politische Kraft.

Mit etwa 17,7 Prozent erreichen die rechtspopulistischen "Wahren Finnen" Platz 2. Die Partei "Perussuomalaiset" (PS) von Jussi Halla-aho war zuvor in einer liberal-konservativen Koalition an der Regierung beteiligt.

2012 war Halla-aho wegen islamfeindlicher Äußerungen zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Lehtikuva/Vesa Moilanen via REUTERS
Rechtspopulist Halla-aho und seine Generalsekretärin Slunga-PoutsaloLehtikuva/Vesa Moilanen via REUTERS

Dahinter kommen Nationale Sammlungspartei KOK (Kansallinen Kokoomus) (16,5%) und Finnische Zentrumspartei (Suomen Keskusta KESK) des bisherigen Ministerpräsidenten Juha Sipilä (14,6%). Sie ist offenbar die große Verliererin (- 6,5%) der Wahl.

In die ersten Prognosen (öffentlicher Rundfunksender „Yle“) flossen zunächst viele der
vorzeitig abgegebenen Wählerstimmen ein. Mehr als 36 Prozent der knapp 4,5 Millionen wahlberechtigten Finnen hatten so gewählt - so viele wie nie zuvor.

Mehrere Parteien im zweistelligen Bereich, aber unterhalb von 20 Prozent – das hatte sich bereits in Umfragen abgezeichnet. Heißt: Dem skandinavischen EU- und
Euroland stehen schwierige Regierungsverhandlungen ins Haus.

su

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