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5G-Frequenzen bringen dem Bund 6,5 Milliarden Euro

5G-Frequenzen bringen dem Bund 6,5 Milliarden Euro
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Es war ein zähes Ringen, bei dem niemand nachgeben wollte. Etwa drei Monate dauerte die Auktion der deutschen 5G-Frequenzblöcke. Nun ist Schluss. Die Versteigerung endete nach mehr als 12 Wochen - ein wichtiger Meilenstein zur Einführung der fünften Mobilfunkgeneration für das schnelle Internet (5G).

Ein Gewinner: Der Bund - der bekommt mehr Geld als gedacht. Die vier Provider - die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Drillisch - bezahlen für die 5G-Frequenzblöcke insgesamt 6,55 Milliarden Euro, so die Bundesnetzagentur. Fachleute hatten nur mit 3 bis 5 Milliarden Euro gerechnet. Das Wettbieten war umkämpft: Mit 497 Runden in mehr als 12 Wochen war es die längste Frequenzauktion in Deutschland, die es je gab.

Das Geld geht an den Bund, der es in die Digitalisierung stecken will - damit soll beispielsweise der Breitbandausbau auf dem Land gefördert werden.

Von den 41 Frequenzblöcken entfallen die meisten auf die Deutsche Telekom - der frühere Staatsmonopolist konnte 13 Blöcke abräumen und zahlt dafür 2,17 Milliarden Euro. Auf Vodafone entfallen 12 Blöcke für 1,88 Milliarden Euro und auf Telefónica 9 für 1,42 Milliarden Euro. Neueinsteiger Drillisch konnte sich 7 Blöcke für 1,07 Milliarden Euro sichern - die Tochterfirma des rheinland-pfälzischen Konzerns United Internet hat kein eigenes Netz, stattdessen nutzt sie bisher Antennen der Konkurrenz.

ZU TEUER?

Der Standard 5G ist der Nachfolger von 4G, auch LTE genannt. 5G ist wesentlich schneller im Download und verfügt über eine geringere Reaktionszeit (Latenz) - Daten werden praktisch in Echtzeit verarbeitet. Dies ist wichtig für Zukunftstechnik für das autonome Fahren oder die Telemedizin - Geräte reagieren also praktisch ohne Verzögerung auf Anweisungen.

Beteiligte warnen wegen der hohen überweisungen vor Folgen: So wurden bei der erste große Mobilfunkauktion im Jahr 2000 für UMTS-Frequenzen (3G), umgerechnet 50,8 Milliarden Euro erlöst. Im Nachhinein war das zu viel, da die teils hoch verschuldeten Firmen danach nicht mehr genug Geld hatten für einen umfassenden Netzausbau. Funklöcher von damals bestehen mancherorts bis heute.

su