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Panik in Ridgecrest: Neues Erdbeben der Stärke 7,1

Panik in Ridgecrest: Neues Erdbeben der Stärke 7,1
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REUTERS/David McNew
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Nach einem neuen heftigen Erdbeben im US-Bundesstaat Kalifornien bereiten sich Einsatzkräfte und Einwohner auf weitere potentiell gefährliche Nachbeben vor.

Der Erdstoß am Freitagabend mit der Stärke 7,1 war das heftigste Beben in der Region seit 20 Jahren und zog zahlreiche Nachbeben nach sich, darunter zwei der Stärke 5.

Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren 5 innerhalb der nächsten Woche ist extrem hoch, vermutlich wird es noch einige 5er geben. Die Wahrscheinlichkeit eines Bebens der Stärke 6 beträgt an die 60%. Und vorsichtig geschätzt könnte ein Stärke-7-Beben mit bis zu elfprozentiger Wahrscheinlichkeit eintreten.
Lucy Jones
Seismologin, California Institute of Technology (Caltech)

Das Epizentrum befand sich wenige Kilometer nordöstlich der Kleinstadt Ridgecrest, wo die Erde bereits am Donnerstag gebebt hatte.

Gebäude, Straßen und Gasleitungen in der Region wurden beschädigt. Es kam zu zahlreichen Bränden.

Eine Anwohnerin beschrieb in den Medien, dass der Boden und ihr Haus stark schwankten. Der Strom sei ausgefallen. Die Besitzerin eines Motels in Ridgecrest sagte, die Gäste seien in Panik aus ihren Zimmern gerannt.

Die Feuerwehr im Bezirk Kern County berichtete von zahlreichen Anrufen. Es sollen mehrere Feuer ausgebrochen sein. Fernsehbilder zeigten Einsatzteams beim Löschen von Bränden. Die Behörde teilte in der Nacht mit, dass Helfer in Ridgecrest von Haus zu Haus gehen würden. Es lägen zunächst keine Berichte über Todesopfer oder eingestürzte Gebäude vor, sagte Feuerwehr-Chef David Witt. In einigen Stadtvierteln sei der Strom ausgefallen.

Der Gouverneur von Kalifornien hat für die betroffene Region den Notstand ausgerufen. Auf diese Weise können schnell Einsatzkräfte und Gelder mobilisiert werden.

Das Rote Kreuz hat Notunterkünfte bereitgestellt.

Das Beben war in weiten Teilen des Westküstenstaates zu spüren. Auch im 250 Kilometer entfernten Las Vegas im Nachbarstaat Nevada schreckte der Erdstoß die Menschen auf.

Das erste starke Beben am Donnerstag in der Wüstenregion über 200 Kilometer nordöstlich von Los Angeles hatte eine Stärke von 6,4. Es war das schwerste Erdbeben seit 20 Jahren im Süden Kaliforniens. Es folgten Hunderte Nachbeben. Seismologen hatten davor gewarnt, dass noch größere Beben folgen könnten.

Den Erdstoß am Donnerstag konnten Millionen Menschen von Sacramento im Norden Kaliforniens bis San Diego und von Los Angeles bis nach Las Vegas sowie an der Nordgrenze Mexikos spüren. Die Kleinstadt Ridgecrest nahe dem Death-Valley-Nationalpark war am stärksten betroffen. Todesopfer oder Schwerverletzte gab es nicht.

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