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Es summt gesund in Litauen

Es summt gesund in Litauen
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Schlafen über Bienenstöcken, in speziellen Apitherapiezentren ist summende Entspannung angesagt. Die kleinen Tiere fliegen aus und ein, machen Honig und Wachs, wie Bienen das eben so tun. Und sie sollen Menschen therapieren. Klar, wissen wir, Honig ist gesund und Bienenstiche schmerzhaft – und selbst das Gift wird therapeutisch verwendet. In einem Therapiezentrum im Norden Litauens soll der Therapieeffekt aber durch die Flügelbewegungen der Bienen erreicht werden.

"Ich beschäftige mich seit sieben Jahren mit der Bienentherapie", erzählt der Chef der Bienen, Zidrunas Japertas, "damals hatte ich Rückenprobleme. Ich interessierte mich für Bienentherapie in der Ukraine und probierte sie aus. Sie hat mir gegen die Schmerzen geholfen, also habe ich sie weiterempfohlen."

Rücken, Atemwegserkrankungen und Blutdruckprobleme sollen die kleinen Tierchen in den Griff bekommen. 500 Kunden kommen Japertas zufolge jedes Jahr in der Therapiesaison, die von Mai bis September geht, und hoffen auf Linderung.

Neben Honig, Propolis, dem Gift und den Luftbewegungen der Flügelschläge kommt bei Verfechtern von Bienentherapien auch die Luft aus dem Bienenstock zur Anwendung. Diese wird durch einen Schlauch inhaliert und kommt bei Asthma und anderen Lungenleiden zur Anwendung.

Auch, wenn sich viele Menschen durch Bienentherapie besser fühlen, ist die medizinische Behandlung mit Bienenprodukten nicht unumstritten. Abgesehen von Fragen der Wirksamkeit warnen einige Experten vor Gesundheitsgefahren durch Bienenluft und Bienengift.