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Falsche Hymne vor 4:1 von Frankreich gegen Albanien - Was war los?

Falsche Hymne vor 4:1 von Frankreich gegen Albanien - Was war los?
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REUTERS/Christian Hartmann
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Ein peinlicher Fehler ist vor der EM-Quali von Frankreich gegen Albanien im Stade de France in St. Denis bei Paris passiert - bevor sich die Weltmeister deutlich durchsetzten.

Denn vor dem Anpfiff gab es statt der Nationalhymne Albaniens die von Andorra - dem nächsten Gegner der Franzosen am Dienstag. Und damit nicht genug: Dem musikalischen Fauxpas folgte gleich noch ein verbaler, als der Stadionsprecher nach einer Entschuldigung die Zuschauer in Paris dazu aufforderte, «die Nationalhymne von Armenien zu respektieren».

Auf Intervention der irritierten und verärgerten Gäste wurde schließlich doch noch die richtige Hymne gespielt und die Partie fast zehn Minuten später angepfiffen. «Das ist etwas, das nicht passieren sollte, aber leider passiert ist», kommentierte Frankreichs Trainer Didier Deschamps die peinliche Panne. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron entschuldigte sich am Sonntag beim albanischen Premierminister Edi Rama. Macron habe sich «aufrichtig für den skandalösen Fehler entschuldigt», schrieb Rama auf seinem Twitter-Account. Der Fehler sei inakzeptabel gewesen und Macron habe die Reaktion «unserer Spieler geschätzt», so Rama.

Als es nach der peinlichen Verwechslung endlich losging, drehte Coman auf und schnürte in seinem 18. Länderspiel den ersten Doppelpack (8./68. Minute). «Er hat ein großes Spiel gemacht», lobte Deschamps. «Es ist schön, ihn auf diesem Niveau zu sehen.»

Coman, der bei seiner Auswechslung in der Schlussphase mit Sprechchören gefeiert wurde, blieb bescheiden: «Ich bin Profi und weiß, dass es nur ein Spiel war. Gut, wenn es gut gelaufen ist, aber am Dienstag gibt es schon das nächste Spiel.»

Die weiteren Tore für den Weltmeister, bei dem auch die anderen Bayern-Legionäre Benjamin Pavard, Lucas Hernandez und Corentin Tolisso in der Startelf standen, steuerten Olivier Giroud (27.) und Jonathan Ikoné (85.) bei. Mit zwölf Zählern führt Frankreich die Tabelle der Gruppe H vor den punktgleichen Rivalen Türkei (1:0 gegen Andorra) und Island (3:0 gegen Moldau) an.

Klar auf EM-Kurs befinden sich auch weiter die Ex-Weltmeister Spanien und Italien, die am Sonntag jeweils den sechsten Sieg im sechsten Spiel einfuhren. Spanien setzte sich 4:0 (1:0) gegen Außenseiter Färöer durch. Rodrigo Moreno (13./50.) und BVB-Stürmer Paco Alcácer (89./90.+2)) trafen je doppelt. Italien hatte beim 2:1 (0:0) bei den bislang so starken Finnen etwas mehr Mühe. Der Ex-Dortmunder Ciro Immobile brachte die Azzurri in Führung (59.), dem früheren Schalker Teemu Pukki gelang aber der Ausgleich (72./Foulelfmeter). Ein Handelfmeter brachte Italien den Siegtreffer durch Jorginho (79.).

Titelverteidiger Portugal um Superstar Cristiano Ronaldo feierte nach dem Fehlstart mit zwei Unentschieden beim 4:2 (1:0) in Serbien den ersten Qualifikationssieg. Dadurch schob sich das Team von Trainer Fernando Santos in der Gruppe B mit fünf Punkten auf Rang zwei hinter Spitzenreiter Ukraine (13), der in Litauen mit 3:0 gewann. William Carvalho (42. Minute), Gonçalo Guedes (58.), Ronaldo (80.) und Bernardo Silva (86.) machten den Erfolg in Belgrad perfekt.

Mit seinem zweiten Dreierpack im 40. Länderspiel führte Harry Kane England zum ungefährdeten 4:0-Sieg gegen Bulgarien. «Ich bin begeistert von seiner Mentalität», lobte Teamchef Gareth Southgate den Topstürmer vom Champions-League-Finalisten Tottenham Hotspur. «Er ist ein selbstloser Spieler, aber wenn sein Moment kommt, hat er einen Top-Abschluss.»

Kane traf in der 24. Minute nach einem Torwartpatzer sowie in der 50. und 73. Minute jeweils vom Elfmeterpunkt. Raheem Sterling (55.) steuerte den vierten Treffer bei. Mit neun Punkten behaupteten die Three Lions ihre Tabellenführung in der Gruppe A vor dem Kosovo (8). Das Überraschungsteam feierte einen 2:1-Sieg gegen Tschechien und fordert am Dienstag den Favoriten heraus.