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WWF warnt: EU verfehlt Ziele zum Schutz der Meere

WWF warnt: EU verfehlt Ziele zum Schutz der Meere
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Die EU verfehlt ihre Ziele zum Schutz der Meere. Das geht aus einem Bericht des WWF hervor. Zwar seien 12,4 Prozent der europäischen Meere als Schutzgebiete ausgewiesen, konkrete Maßnahmen würden aber nur auf 1,8 Prozent der Meeresfläche umgesetzt.

Verwässerter Meeresschutz

"In der EU gibt es 23 Mitgliedstaaten mit Meeresgebieten. 19 von ihnen verwalten die Schutzgebiete sehr uneffektiv – setzen nicht mehr als 10 Prozent ihrer Managementpläne um. Was noch alarmierender ist: Elf, also etwa die Hälfte von ihnen, hat gar keine Managementpläne für die Schutzgebiete entwickelt oder vorgestellt", sagt Janica Borg vom WWF EU.

Theorie und Praxis klaffen weit auseinander, auch in Ländern wie Deutschland. So werden viele Gebiete nach wie vor völlig überfischt – auch solche, in denen der Fang eigentlich ganz verboten ist.

Schutz als Chance für Fischerei

Chris Davies liberaler Europaabgeordneter aus Großbritannien ist "enttäuscht". Denn auch für die Fischer seien Meeresschutzgebiete eine Chance. "Sie können zum Beispiel Zuchtanlagen betreiben und so größere Fische züchten. Und wie wir wissen, ist größer besser, denn große Fische sorgen für mehr Nachwuchs. Würden 10 bis 15 Prozent der Meere wirkungsvoll geschützt, wäre das auf lange Sicht also auch gut für die Fischereiindustrie.“

Bis 2020 sollen laut UN-Nachhaltigkeitsziel zehn Prozent der weltweiten Ozeane effektiv geschützt werden. Davon ist man weit entfernt, nicht nur in der EU. Der WWF fordert dringend konkrete Taten: Denn von der Zukunft der Meere hänge auch die Zukunft der Menschheit ab.