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Israel hat die Wahl

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REUTERS/Amir Cohen
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Netanjahu: Stimmenfang mit Annektion des Jordantals

Vor den Wahlen am Dienstag hat der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu eine Kabinettssitzung im Westjordanland abgehalten. Er hatte angekündigt, bei einer Wiederwahl einen Teil des Jordantals annektieren zu wollen. Netanyahu hofft auf die Unterstützung der isralischen Siedler, um so seine Wiederwahl zu sichern.

Benjamin Nentanjahu, israelischer Premierminister

"Ich bin stolz darauf, diese außerordentliche Kabinettssitzung im Jordantal einzuberufen. Es ist nicht nur das östliche Tor des Staates Israel, es ist die Verteidigungsmauer zum Osten. Das Jordantal und die so kontrollierten Gebiete werden Teil des Staates Israel, damit die israelische Armee garantiert für immer hier sein wird."

Ein Sieg von Likuds Hauptherausforderer, den Blau-Weissen unter Führung des ehemaligen Armeegenerals Benny Gantz, würde zum ersten Mal eine Mehrheit in der Knesset seit den 90er Jahren für ein Mitte-Links Bündnis bedeuten.

Zünglein an der Waage - die Ultranationalisten

Wie bei früheren Wahlen könnte der ultranationalistische Avigdor Lieberman wieder das Zünglein an der Waage sein. Allerdings wolle er nur Teil einer Einheitsregierung werden, wenn sowohl der Likud als auch Blau-Weiß eingebunden wären. Der Wert solcher Wahlkampfversprechen wird allerdings allgemein bezweifelt.

Abstimmung über Netanjahus Regierungszeit

Nach einem Jahrzehnt unter Netanjahu und angesichts wachsender Korruptionsvorwürfe gegen den Premierminister wird die Wahl im Land als ein Referendum über die Regierungszeit Netanyahus angesehen.