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Schweizer Thomas-Cook-Chef bittet um Entschuldigung

Schweizer Thomas-Cook-Chef bittet um Entschuldigung
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Das britische Reiseunternehmen Thomas Cook ist bankrott. Dass der Konzern keine staatliche Finanzhilfe erhielt, sei die richtige Entscheidung gewesen, so der britische Verkehrsminister Grant Shapps. Ein solcher Schritt hätte den Konzern wohl nur kurz über Wasser gehalten, sagt Shapps in der BBC.

Der Vorstandsvorsitzende von Thomas Cook, der Schweizer Peter Fankhauser, bedauert die Pleite: „Ich möchte meine 21 000 Kollegen um Entschuldigung bitten, von denen ich weiß, dass sie am Boden zerstört sein werden. Sie alle haben so hart dafür gekämpft, aus Thomas Cook einen Erfolg zu machen. Zweitens möchte ich alle unsere Kunden um Entschuldigung bitten: Diejenigen, die derzeit mit uns im Urlaub sind.“

Für britische Urlauber werden bis zum 6. Oktober von den Behörden neue Flüge zur Rückkehr in die Heimat zur Verfügung gestellt. Danach müssen sich die Reisenden selbst um ihre Rückflüge kümmern.

„Die Zivilluftfahrtbehörde konzentriert sich darauf, so wie es unsere Aufgabe ist, die Menschen nach Großbritannien zurückzubringen. In anderen europäischen Ländern sind die Behörden und die Regierungen dort für solche Abmachungen zuständig", sagt Tim Johnson von der britischen Zivilluftfahrtbehörde.

Die Rückholaktion der britischen Urlauber wurde „Unternehmen Matterhorn" getauft. Es soll versucht werden, den ursprünglichen Reisezeiten so nahe wie möglich zu kommen, hieß es.

Thomas Cook habe die Entwicklung verpasst, schätzt der Journalist Simon Calder von der Zeitung „The Independent" die Pleite ein. Das Unternehmen habe nicht erkannt, dass vor allem junge Leute ihren Urlaub nicht mehr über die großen Reisebüros buchen. Thomas Cook habe sich nur langsam ans Internetzeitalter angepasst und die Billigfluggesellschaften kaum beachtet, meint Calder.

Hunderttausende Menschen, die ihre Reisen bei Thomas Cook buchten, sind derzeit im Urlaub, darunter auch 140.000 Kunden des deutschen Tochterunternehmens.