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Argentinien: Mitte-Links-Politiker Fernández wird Präsident

Argentinien: Mitte-Links-Politiker Fernández wird Präsident
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REUTERS/Agustin Marcarian
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Der linke Oppositionskandidat Alberto Fernández hat die Präsidentenwahl gewonnen. Für Argentiniens konservativen Staats- und Regierungschef Mauricio Macri ist nach einer Amtszeit Schluss.

Das Ergebnis bedeutet, dass Cristina Kirchner, Vorgängerin Macris und umstrittene Politikerin, als Vizepräsidentin in die Regierung zurückkehrt. Die Wahl fiel mit dem neunten Jahrestag des Todes von Néstor Kirchner, ihrem Ehemann und ehemaligen Präsidenten zusammen.

Gesänge gegen Macri

In der U-Bahn stimmten Menschen Gesänge gegen den amtierenden Präsidenten Mauricio Macri an und kritisierten seine Sparpolitik in einer Zeit mit Sorgen vor wachsender Armut und steigender Inflation.

Der 60-jährige Amtsinhaber gestand seine Niederlage ein. Vor seinen Anhängern in Buenos Aires teilte er mit, er habe Fernández gratuliert und zu einem Frühstück im Präsidentenpalast eingeladen. Macri betonte, es müsse eine geordnete Machtübergabe stattfinden. Es gehe um die Zukunft und das Wohlergehen der Argentinier.

Wirtschafts- und Finanzkrise in Argentinien

Macri hinterlässt ein Land, das in einer tiefen Wirtschafts- und Finanzkrise steckt. Der gewählte Mitte-Links-Kandidat Fernández soll das Präsidentenamt am 10. Dezember antreten. Laut Wahlbehörde kam Fernández auf rund 48 Prozent der Stimmen. Macri erreichte gut 40 Prozent.

Alberto Fernández und Cristina Kirchner gehören einer Mitte-Links-Partei an, die seit ihrer Gründung durch Juan Perón im Jahr 1946 die meisten demokratisch gewählten Präsidenten Argentiniens gestellt hat. Das Wahlergebnis kann eine Wende für das Land bedeuten - ein Drittel der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Allein im vergangenen Jahr rutschten laut Statistikbehörde über 3 Millionen Argentinier in die Armut ab.

REUTERS/Carlos Garcia Rawlins
Jubelfeier in Buenos AiresREUTERS/Carlos Garcia Rawlins
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