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Mark Carney: Spitzenbanker wird Klimaschützer

Mark Carney: Spitzenbanker wird Klimaschützer
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Der Kanadier Mark Carney wird bei den Vereinten Nationen Sonderbeauftragter für Klimaschutz und Klimafinanzierung. Seit Juli 2013 leitet er die Bank of England, die britische Zentralbank, wird seine noch bis 2021 laufende Amtszeit aber Ende Januar vorzeitig beenden. Bei der UNO soll er an der Umsetzung der Umwelt- und Klimaschutzziel mitarbeiten und dabei unter anderem private Geldgeber ins Boot holen.

Carney sei ein Pionier, der die Finanzwelt in Sachen Klimaschutz zum Handeln gedrängt habe, sagte Antonio Guterres, der Generalsekretär der Vereinten Nationen.

Carney wird Nachfolger von Michael Bloomberg, der sich um das Amt des US-Präsidenten bewirbt. Der künftige UNO-Klimaschutzbeauftragte spricht sich dafür aus, die Gefahren des Klimawandels verständlicher zu machen und den Umgang mit diesem Themenbereich grundlegend zu ändern.

Der Kanadier gilt als eine der ersten Führungspersönlichkeiten der Finanzwelt, die Klima und Umwelt geschäftlich in den Blick nahmen. Sein Noch-Arbeitgeber werde die erste Regulierungsbehörde sein, die ihr Finanzsystem auf verschiedene Klimawege hin überprüfen werde, um in Einklang mit den Zielen der britischen Regierung bis 2050 einen Nettonullwert zu erreichen, so Carney.

Im April schrieb Carney gemeinsam mit seinem Kollegen von der französischen Zentralbank einen offenen Brief, in dem vor möglichen finanziellen Auswirkungen des Klimawandels gewarnt wurde. Der Klimawandel sei ein weltweites Problem, deshalb brauche es auch weltweite Lösungsansätze, bei denen die Finanzwelt eine wichtige Rolle spielen sollte, hieß es in dem Brief.

Auch Christine Lagarde, die neue Direktorin der Europäischen Zentralbank, hat angekündigt, in ihrer Arbeit stärker Umweltthemen zu beachten. Die Geldpolitik der EZB will die Französin auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit ausrichten und damit weltweit eine Vorreiterrolle einnehmen.

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