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"Oh mein süßer Frühling": Griechenland feiert Karfreitag

Vorbereitung des Epitaphs von St. Johannes dem Theologen in Keramoti, Naxos
Vorbereitung des Epitaphs von St. Johannes dem Theologen in Keramoti, Naxos Copyright  euronews/Akis Tatsis
Copyright euronews/Akis Tatsis
Von Foteini Doulgkeri
Zuerst veröffentlicht am
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Am Karfreitag erreicht das göttliche Drama in Griechenland mit der Grablegung und der Prozession des Epitaphs in einem Klima tiefer Andacht seinen Höhepunkt. Viele Gläubige nehmen an den Zeremonien teil, während das "O mein süßes Ohr" in Kirchen und Straßen im ganzen Land widerhallt.

Am Karfreitag hallt in Kirchen und Stadtvierteln in ganz Griechenland der Ruf "Oh mein süßer Frühling" wider, während die Kreuzabnahme und die Prozession des Epitaphs den Höhepunkt der orthodoxen Karwoche bilden.

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Tausende Gläubige besuchen bereits am Morgen die Kirchen, um an der Kreuzabnahme teilzunehmen. Am Nachmittag werden die Kirchen mit Blumen geschmückt, bevor der Epitaph-Gottesdienst beginnt, bei dem die traditionellen Klagelieder in einer Atmosphäre tiefer Andacht gesungen werden.

Im Anschluss zieht die Prozession des geschmückten Epitaphs durch die Straßen von Städten und Dörfern. Die Gläubigen begleiten sie mit Kerzen, während die Glocken der Kirchen klagend läuten. Die Prozession gilt als zentraler Moment des Tages und bringt große Teile der Gemeinde zusammen.

Vorbereitung des Epitaphs des Heiligen Johannes des Theologen in Keramoti auf Naxos
Vorbereitung des Epitaphs von St. Johannes dem Theologen in Keramoti auf Naxos euronews/Akis Tatsis

In vielen Regionen des Landes gibt es besondere Bräuche, wie z.B. das Treffen der Epitaphien auf zentralen Plätzen oder die Prozessionen, die am Meer enden, vor allem in den Inselregionen, was den symbolischen Charakter des Tages noch verstärkt.

"Oh mein süßer Frühling" wird in Griechenland am Karfreitag gesungen, weil es ein Teil der orthodoxen Karfreitags- und Grablegungsliturgie ist und ursprünglich aus der kirchlichen Tradition der Byzantinischen Kirche stammt.

Der Gesang gehört zu den sogenannten "Epitaphios-Klageliedern". Dabei wird symbolisch der Tod und die Grablegung Christi betrauert.

Der Frühling hat eine zentrale religiöse Bedeutung: In der orthodoxen Theologie steht er symbolisch für das Leben und die Auferstehung, also für die Hoffnung, die nach dem Tod folgt.

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