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Weihnachten in verlassenen syrischen Kirchen

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Weihnachten in verlassenen syrischen Kirchen
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Die Sayyidet Al-Beshara Kirche in der syrischen Stadt Daraa ist startklar, um mit der christlichen Gemeinde das Weihnachtsfest zu feiern. Aber die meisten Plätze auf der Kirchenbank bleiben wohl leer. Hunderte Christen haben Syrien in den vergangenen Jahren verlassen.

Mehr als 500 christliche Familien haben vor Beginn des Kriegs in der Stadt gelebt, sagt Pfarrer Gerges Rizk, heute sind es nur noch halb so viele.

AFP

Pfarrer Gerges Rizk:

"Es gibt Bereiche, in denen es keinen einzigen Christen mehr gibt. Ich weiß nicht, wie lange diese Situation noch andauern wird. Und es gibt Dörfer und Gegenden, die nur von wenigen älteren Menschen bewohnt werden. In der Stadt Daraa hat etwa die Hälfte der christlichen Bevölkerung die Stadt verlassen."

Von den drei Kirchen der Stadt ist die wichtigste evangelische bereits geschlossen. Nördlich der Stadt Daraa, in der Stadt Izraa, befinden sich Kirchen aus der byzantinischen Zeit, darunter die griechisch-orthodoxe Kirche St. Georg. Priester Eliya Tafnakji beaufsichtigt die Kirche. Er sagt, dass seit Beginn des Kriegs im Jahr 2011 von 100 dort lebenden christlichen Familien 80 junge Menschen das Land verlassen haben.

Seitdem die Truppen von Präsident Bashar al-Assad die Region von den Rebellen zurückerobert haben, versucht die Gemeinde, das christliche Leben wieder wachzurufen. Wasila Thiab ist nicht zum Feiern zumute, ihre Kinder sind nach Europa gegangen.

AFP

Wasila Thiab:

"Ich habe sechs Töchter, die älteste wurde 1964 geboren. Sie und ihre Kinder sind nach dem Tod ihres Mannes weggegangen und der Rest auch."

Die Sayyidet Al-Beshara Kirche, in der Pfarrer Gerges Rizk predigt, wurde aufwendig renoviert. Das Dach wurde von Raketen getroffen, die Wände durchlöchert. Nun hofft Pfarrer Rizk, darauf, dass die Christen nach Daraa zurückkehren.

AFP
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