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Europäischer Gerichtshof: Alphabet klagt gegen EU-Rekordstrafe

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Europäischer Gerichtshof: Alphabet klagt gegen EU-Rekordstrafe
Copyright  Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved   -   Jeff Chiu
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Der Europäische Gerichtshof befasst sich ab heute mit einer Klage des Google-Mutterkonzerns Alphabet.

Das US-Unternehmen will die Rekordstrafe der EU-Kommission in Höhe von umgerechnet rund 2,4 Milliarden Euro nicht akzeptieren und geht deshalb in Revision.

Im vergangenen Jahr erklärten die EU-Wettbewerbshüter, dass der Konzern den Herstellern von Android-Handys und -Tablets vorgeschrieben haben soll, die Google-Suchanwendung und den eigenen Browser Chrome auf den Geräten vorzuinstallieren. Laut der EU-Kommission habe der Internetriese auf diese Weise der Konkurrenz die Chance auf Innovation und Wettbewerb verwehrt.

Medienberichten zufolge könnten dem Unternehmen weitere Geldstrafen drohen, wenn es seine Praktiken nicht ändere.

Die Anhörung in Luxemburg ist für drei Tage angesetzt. Das Berufungsverfahren könnte sich über mehrere Jahre hinziehen.

Bereits im März 2019 wurde das Unternehmen zu einer Geldstrafe in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro verurteilt, weil Google seine beherrschende Stellung auf dem Markt für Online-Werbung missbraucht hatte. Bei Suchmaschinen-Werbung im Teildienst "AdSense for Search" seien andere Anbieter unerlaubterweise behindert worden, so die damalige Begründung der EU-Kommissare.