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EZB-Ökonom: Wirtschaft könnte noch zwei Jahre an Covid-19 kränkeln

EZB-Ökonom: Wirtschaft könnte noch zwei Jahre an Covid-19 kränkeln
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Die deutsche Wirtschaft wird sich nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank im zweiten Quartal langsam erholen. "Es spricht derzeit vieles dafür, dass sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des zweiten Quartals im Zuge der Lockerungsmaßnahmen wieder aufwärtsbewegen wird und eine Erholung in Gang kommt", so der Monatsbericht Mai.

ABSTURZ IM ZWEITEN QUARTAL

Für den Beginn des zweiten Quartals rechnet die Bundesbank allerdings mit einem größeren Einbruch, da der "Shutdown" vor allem im April Konsum, Exporte und Investitionen stark gedrückt habe. So rechnen die meisten Ökonomen für das zweite Quartal mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um mehr als 10 Prozent.

Die Corona-Krise hat die deutsche Wirtschaft in eine Rezession gestürzt, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im ersten Vierteljahr im Vergleich zum Vorquartal um 2,2 Prozent (Statistisches Bundesamt). Auch Frühindikatoren, wie etwa die Auftragseingänge oder der Ifo-Geschäftsklimaindex, deuten auf einen Einbruch der wirtschaftlichen Aktivität im April hin. Die Bundesregierung erwartet für das Gesamtjahr einen BIP-Rückgang von mehr als sechs Prozent.

Im gesamten Euroraum ist die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 3,8 Prozent geschrumpft. (Deutsche Bundesbank).

Laut dem EZB-Chefvolkswirt könnte Corona die Wirtschaft der Eurozone noch zwei Jahre lang gehörig dämpfen.

© Euronews

Philip R. Lane, Europäische Zentralbank (EZB):

“Die Geschwindigkeit, mit der sich die Wirtschaft erholt, hängt davon ab, ob die Verbraucher zögern, zu konsumieren, und die Unternehmen ihre Investitionen zurückhalten. Aus heutiger Sicht ist es auf jeden Fall unwahrscheinlich, dass die Wirtschaftstätigkeit vor 2021 wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehren wird, wenn nicht noch später."

Mit den Worten der Bundesbank: “Die wirtschaftliche Entwicklung der kommenden Monate hängt unter anderem vom weiteren Verlauf des globalen Infektionsgeschehens und der ergriffenen Eindämmungsmaßnahmen ab, aber auch von davon beeinflussten Veränderungen des Konsum- und Investitionsverhaltens."