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Louvre: Mit Mundschutz wieder zu Mona Lisa

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Louvre: Mit Mundschutz wieder zu Mona Lisa
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Der Saal, in dem die weltberühmte Mona Lisa hängt, erinnert mit seinen Zick-Zack-Absperrungen an die Check-in-Schlangen von Flughäfen zur Hochsaison. Orangefarbene Punkte am Boden
signalisieren den Abstand, den die Besucher wahren müssen. Aber: Der Louvre in Paris, bisher mit 9,6 Millionen Menschen pro Jahr das meistbesuchte Museum der Welt, ist nach fast vier Monaten Corona-Pause wieder offen (ab 6. Juli).

Jean-Luc Martinez, Direktor des Louvre:

„Es ist eine Gelegenheit, den Louvre auf eine andere Art und Weise mit weniger Menschen zu besuchen. Normalerweise begrüßen wir mehr als 30.000 Besucher pro Tag, im Sommer rund 40.000, und heute haben wir beispielsweise nur eine begrenzte Besucherzahl - 7.500.“

MASKENPFLICHT UND LOCH IN DER KASSE

Und ob die auf die Dauer alle kommen, ist auch noch fraglich: Das Publikum des Louvre kommt zu 75 Prozent aus dem Ausland. An erster Stelle kommen die Amerikaner, gefolgt von den Chinesen. Die Europäer nehmen den dritten Platz ein, gefolgt von den Koreanern und Brasilianern. Nur 2 Millionen kämen aus Frankreich, so Martinez.

Schwierig: Der Louvre finanziert sich zu über 50 Prozent selbst – und nach der monatelangen Pause fehlen 40 Millionen Euro in der Kasse.

Besucher freuen sich trotz Maskenpflicht, bargeldlosem Eintritt und Identitätsangaben am Eingang.

Nicole Lamy, Touristin aus Brüssel:

"Ich bin sehr glücklich, denn für mich ist das Louvre-Museum wirklich eines der größten Museen der Welt, eines der schönsten Museen der Welt. Sie können es im Internet sehen, aber gehen Sie hinein und sehen Sie sich die Werke im wirklichen Leben an - das ist immer noch das Schönste."

Bertrand Arzel, Besucher aus Maisons-Alfort in Val-De-Marne:

"Es ist sehr wichtig, dass Besucher sich alle kulturellen Orte anschauen können, wir brauchen das. Und sie brauchen uns auch, um überleben zu können – auch deshalb sind wir hier."

PS: Zu Mona Lisas Zeiten im 16. Jahrhundert wüteten in Europa der sogenannte „Englische Schweiß“ (tausende Tote in fünf Krankheitswellen) und die Pest (mehr als 1 Million Opfer).

su mit dpa