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Schlimmste Rezession in der Geschichte Großbritanniens

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Schlimmste Rezession in der Geschichte Großbritanniens
Copyright  Lefteris Pitarakis/AP2010
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Man kann nicht mehr nur von einem wirtschaftlichen Abschwung sprechen. Großbritannien erlebt durch die Coronavirus-Pandemie die tiefste Rezession in der Geschichte des Landes.

Im zweiten Quartal ging die britische Wirtschaft um über 20 Prozent zurück, manche Sektoren wie Dienstleistungen gar um 35 Prozent.

Der britische Finanzminister Rishi Sunak: "Vor ein paar Monaten sagte ich bereits, dass schwere Zeiten auf uns zukommen. Die Zahlen zeigen, dass sie hier sind."

Großbritannien hat einen schlimmeren Schlag erlitten als andere Länder. Warum?

Ein Grund ist, dass das Königreich erst später als der Rest Europas eine Quarantäne verhängte und dass diese länger andauerte als anderswo. Während des gesamten zweiten Quartals waren strenge Auflagen in Kraft.

Großbritanniens Finanzminister Rishi Sunak erklärte: "Hunderttausende haben ihren Arbeitsplatz verloren. Aber ich verspreche, dass niemand ohne Hoffnung oder ohne Chance zurückbleiben wird."

Sparmaßnahmen lehnt der Finanzminister ab. Viele Wirtschaftswissenschaftler sagen vorher, dass sich die Volkswirtschaften der Eurozone relativ schnell wieder erholen werden. Doch nicht die Wirtschaft in Großbritannien.

Wirtschaftswissenschaftler James Smith meint: "Großbritannien muss erst noch mit dem Brexit fertig werden. Das Ende der Übergangszeit rückt näher. Ob es einen Deal gibt oder nicht, auf die Unternehmen kommen weitere Kosten zu, und das zu einer Zeit, in der sie ohnehin schon zu kämpfen haben."

Die Unsicherheit durch den Brexit belastet die Wirtschaft enorm. Sollte es keinen Deal mit der EU geben, könnte die Rezession noch tiefer und länger ausfallen.