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London: Sorge um Wirtschaft und Arbeitsplätze

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London: Sorge um Wirtschaft und Arbeitsplätze
Copyright  Kirsty Wigglesworth/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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In Londons Märkten herrscht gähnende Leere: Ein Anzeichen für den Einfluss des Coronavirus auf die britische Wirtschaft:

"Normalerweise kommen jedes Jahr 21,5 Millionen Menschen durch unsere Türen: Dieses Jahr haben wir Glück, wenn es drei werden", erzählt der Leiter des Borough Market Darren Henaghan.

Corona-Rezession

Coronabedingt ist die britische Wirtschaft in den ersten beiden Quartalen um rund 20 Prozent eingebrochen: Die Pandemie hat Großbritannien in eine Rezession getrieben.

"Das geschäftige Treiben auf Londons berühmtestem Straßenmarkt ist durch Stille abgelöst worden. Viele der kleinen Unternehmen hier befürchten, dass das so weitergeht und sie Pleite gehen werden", so euronews-Reporter Luke Hanrahan vor Ort.

Kunden werden mit Sonderangeboten gelockt. Keine Warteschlangen, weniger Leute, die Unsicherheit wächst: "Meine größte Befürchtung ist das Ende der Kurzarbeit", so Phil Juma von Kubba. "Die große Frage ist, was aus meinen Mitarbeitern wird, die bisher jeden Monat 80 Prozent ihres Gehalts bekamen. Ich habe noch nicht einmal ausgerechnet, was das bedeutet, wenn die Kurzarbeit wegfällt."

Ansturm auf die Tafeln

Nicht weit entfernt ist bei einem Depot einer Tafel der Bedarf um das Achtfache gestiegen: "Die Pandemie hat Menschen, die am Rand der Armutsgefährdung standen, wirklich in den Vordergrund gerückt und sie über diesen Rand geschubst", meint Rachel Ledwith von Fairshare. "Es wurde deutlich, wie schnell und leicht man abrutschen kann."

Die Daten für Juli zeigen, dass die Zahl der Beschäftigten in Großbritannien um mehr als 700.000 gesunken ist. Laut Finanzanalysten ist das nur der Anfang:

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"Es besteht die reale Gefahr, dass es nach dem Ende der Kurzarbeit zu einem Blutbad bei den Arbeitsplätzen kommt, die Arbeitslosigkeit dann stark ansteigt und sich das auf die übrige Wirtschaft auswirkt"_, so Garry Young vom Nationalen Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung.

Viele werden die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie erst noch zu spüren bekommen.