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US-Wahlkampf 2020: Trump und die "Proud Boys"

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US-Wahlkampf 2020: Trump und die "Proud Boys"
Copyright  Patrick Semansky/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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US-Präsident Donald Trump hat sich zu der von ihm in der Präsidentschaftsdebatte erwähnten rechts-extremen Gruppe "Proud Boys" geäußert. Er wisse gar nicht, wer sie seien. In der Debatte sagte er: "Wen soll ich denn verurteilen? Die Proud Boys? Haltet Euch zurück? Aber jemand sollte etwas gegen die Antifa und die Linke machen."

Trump war aufgefordert worden, die Rechtsradikalen zu verurteilen. Jetzt meinte er zu seiner Bemerkung über die "Proud Boys": "Ich weiß nicht, wer sie sind. Geben Sie mir eine Definition. Ich kann nur sagen, sie sollen sich zurückhalten. Lasst die Justiz ihre Arbeit machen."

Die "Proud Boys" sagten, sie seien stolz darauf, vom Präsidenten erwähnt worden zu sein.

Die erste Debatte zwischen US-Präsident Donald Trump und dem demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden - gut einen Monat vor der Wahl - war zum Desaster geworden. Die beiden Politiker ließen einander nicht ausreden und fielen sich häufig ins Wort. Für die kommenden zwei Debatten soll es strengere Regeln geben.

Die "Proud Boys" sind eine Gruppe, die sich selbst "Western Chauvinists", also "Westliche Chauvinisten" nennt. Frauen dürfen nicht Mitglied werden. Die Gruppe hat aber nicht nur weiße Männer als Mitglieder. Die "Proud Boys" stehen für eine traditionalistische Werteordnung und wenden sich u.a. gegen Frauen, die nicht dem traditionellen Bild entsprechen, und gegen nicht heterosexuelle Menschen.