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Covid - wenn der Chinese nicht mehr zur Luxusuhr kommt....

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Covid - wenn der Chinese nicht mehr zur Luxusuhr kommt....
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Schweizer Uhrenhersteller gibt es seit 400 Jahren – jetzt schauen sie vor allem nach Fernost, um zu wissen, was die Stunde geschlagen hat.

Die Schweizer Uhrenexporte waren im September zum achten Mal in Folge gegenüber dem Vorjahr rückläufig, aber der Rückgang wurde durch die steigenden Verkäufe von Luxusarmbanduhren nach Fernost abgefangen.

Die Exporte nach China stiegen jedoch im Vergleich zum Vorjahresmonat um fast 80 Prozent auf 289,7 Mio. Franken - ein weiteres Zeichen für den wachsenden Einfluss der chinesischen Luxuskonsumenten. Chinas Wirtschaft schneidet besser ab als andere, da das Coronavirus dort relativ schnell unter Kontrolle war. Hongkong war etwa ein Jahrzehnt der weltweit größte Markt für Schweizer Uhren, bis Proteste in der zweiten Jahreshälfte 2019 den Umsatz belasteten. Die Pandemie trägt dazu bei, China zum wichtigsten Markt für Luxusgüter zu machen

Georges Kern, Vorstandschef von Breitling:

"Die chinesischen Verbraucher beschäftigen rund 50 Prozent der Luxusindustrie. Chinesische Kunden reisen nicht mehr und ich glaube nicht, dass dies in den nächsten 6 bis 12 Monaten wiederkommt. Es geht also sehr darum, die lokalen Verbraucher zu gewinnen oder wieder zu gewinnen. Französische Verbraucher in Frankreich, Engländer in England, Amerikaner in den USA und natürlich Chinesen in China. Vor der Pandemie haben wir für eine Uhr in China 4 Uhren an chinesische Touristen außerhalb Chinas verkauft.“

LUXUSGÜTER FÜR CHINESISCHE SCHRÄNKE

Der Luxussektor spricht mobile Verbraucher an: 20 bis 30 Prozent nimmt die Branche von Kunden ein, die Luxusgüter außerhalb ihres Heimatlandes kaufen.

Bis 2025 werden voraussichtlich 46 Prozent aller persönlichen Luxusgütereinkäufe in chinesischen Schränken landen. Mehr als bei Amerikanern, Europäern, Südostasiaten und Japanern zusammen. Da ausländische Luxusgüter auf dem chinesischen Festland im Vergleich zum Rest der Welt teurer sind, verbunden mit einer besseren Durchdringung des elektronischen Handels und einem Vorgehen der Regierung gegen professionelle Wiederverkäufer, werden mehr dieser Verkäufe vor Ort stattfinden, was den Anteil der USA und Europas an den weltweiten Luxusverkäufen verringert. Die Markt für persönliche Luxusgüter wird 2025 weltweit zwischen 320 und 365 Milliarden Euro geschätzt.

su