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Hybridgate? Studie stellt Klimafreundlichkeit von Auto-Technologie in Frage

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Von Stefan Grobe
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Hybridgate? Studie stellt Klimafreundlichkeit von Auto-Technologie in Frage
Copyright  Frank Augstein/AP

Hybrid-Fahrzeuge sind nicht so grün, wie immer behauptet wird - das sagt jedenfalls eine neue Studie der Umweltorganisation Transport und Umwelt.

Demnach haben Untersuchungen an den drei meist verkauften Hybrid-Autos ergeben, dass sie zwischen rund 30 und knapp 90 Prozent mehr CO2 ausstoßen als in der Werbung behauptet.

Diese Fahrzeuge hätten einen von den Herstellern bezeichneten Null-Emissions-Gang, der irreführend sei, so Julia Poliscanova von Transport und Umwelt.

Denn der elektrische Motor sei zu klein und schwach und generiere nicht genug Stärke. Wenn der Fahrer also glaube, er fahre mit null Emissionen, so sei das falsch. Der Motor arbeite und erzeuge einen CO2-Ausstoß.

Die Umweltorganisation warnt schon vor dem nächsten Autoskandal nach Dieselgate vor fünf Jahren, als Fahrzeuge falsche Abgaswerte anzeigten.

Doch der Verband der europäischen Autohersteller zweifelte auf Euronews-Anfrage die Stichhaltigkeit der Studie der Hybrid-Autos an.

Die Methode dieser Studie sei in Frage zu stellen, so heißt es.

Es seien nur Fahrzeuge während langer Fahrten untersucht worden, doch das sei nicht repräsentativ.

Im nächsten Jahr würden alle in Europa zugelassenen Fahrzeuge mit einem Überwachungsgerät ausgestattet, welches ein wirklichkeitsnäheres Bild liefere.

Damit könnte die EU-Kommission entsprechende gesetzliche Anpassungen vornehmen.

Grüne Gruppen fordern indes, dass die traditionelle Hybrid-Technologie ausgemustert werden solle, da vollständig elektrische Autos inzwischen Strecken von bis zu 300 Kilometern mit einer Batteriedauer zurücklegen könnten.

Derzeit verfügt etwa die Hälfte aller Elektroautos auch über einen Kraftstofftank.

Weitere Quellen • Jack Parrock