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Nvidia-Chef Jensen Huang: neue PC-Ära fürs KI-Zeitalter – fünf Erkenntnisse der GTC

Jensen Huang auf der GTC 2026
Jensen Huange bei der GTC 2026 Copyright  AP Photo/Chiang Ying-ying
Copyright AP Photo/Chiang Ying-ying
Von Pascale Davies
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Im Mittelpunkt stand ein neuer, gemeinsam mit Microsoft entwickelter PC, den Huang als „größte Neuerfindung seit vier Jahrzehnten“ bezeichnete.

Nvidia-Chef Jensen Huang betrat in seiner typischen Lederjacke die Bühne und stellte beim jährlichen GTC-Kongress in Taiwan, den viele als „Super Bowl der KI“ bezeichnen, die neuesten Innovationen des Konzerns vor.

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Er lobte seinen Geburtsort, präsentierte zusammen mit Microsoft einen neuen PC und schwärmte von KI-Agenten. Hier sind die fünf wichtigsten Punkte des Treffens in Taipeh.

Der KI-PC

Huang hob sich die spannendste Neuigkeit bis zum Schluss auf und kündigte gemeinsam mit Microsoft „eine neue Ära des PC“ an. Es sei die größte „Neuerfindung des PCs seit vierzig Jahren“.

Microsoft und Nvidia wollen Desktop-Rechner, Laptops und Workstations neu erfinden. „Die erste rundum erneuerte Gerätegeneration, die es in vierzig Jahren gegeben hat“, sagte Huang.

Nach seiner Vorstellung wird eines Tages in jedem Haushalt ein KI-Supercomputer stehen – so selbstverständlich wie heute Rasenmäher oder Geschirrspüler.

„Ich stelle mir vor, dass irgendwann ein KI-Supercomputer in Ihrem Haus steht, der [KI]-Agenten laufen lässt. Den müssen Sie zu Hause haben, und mit der Zeit wird er für Sie eher so etwas wie R2-D2 sein als ein PC“, sagte er.

Nvidia RTX Spark, 1. Juni 2026.
Nvidia RTX Spark, 1. Juni 2026. Nvidia

Für Huang steht „außer Frage“, dass diese Entwicklung so grundlegend sei wie der Sprung vom Handy zum Smartphone. „Das ist der Anfang dieser Reise“, sagte er.

Die Rechner laufen mit RTX Spark, einem neuen „Superchip“, der KI-Agenten, Content-Erstellung und Gaming auf einem einzigen mobilen Gerät bündelt.

Die ersten Laptops mit RTX Spark sollen im Herbst auf den Markt kommen, Preise nannte Nvidia nicht. Huang kündigte außerdem an, dass Adobe Photoshop und Premiere Pro für die RTX-Spark-Architektur neu entwickelt.

2. KI-Agenten

„Heute ist agentische und nützliche KI da“, sagte Huang zu Beginn seines Vortrags und stellte damit klar, dass KI-Agenten im Zentrum der Konferenz stehen.

Theoretisch sollen KI-Agenten eigenständig Entscheidungen treffen, Menschen unterstützen und sich anhand der Vorlieben ihrer Nutzerinnen und Nutzer steuern – ohne ständig auf neue Anweisungen angewiesen zu sein.

So weit ist die Technik aber noch nicht. Sie ist noch nicht ausgereift und braucht weiterhin menschlichen Input.

3. Die Ökonomie der KI

Huang zeigte sich dennoch sehr zuversichtlich und ging ausführlich auf die Ökonomie der KI ein. Er sprach viel über „Super-Agenten“, die für Unternehmen zu „Gewinngeneratoren“ werden könnten.

„Rechenleistung ist Umsatz. Je mehr ihr kauft, desto mehr verdient ihr“, sagte er.

„Sie alle erleben das gerade mit mir. Alle wollen Geld verdienen. Sie sehen: Profitable KI ist da, die Nachfrage nach Rechenleistung ist unglaublich hoch. Lassen Sie uns der Welt helfen und überall KI-Fabriken bauen“, sagte er.

Damit diese Agenten schnell genug arbeiten, stellte Huang Nvidia Vera vor, eine neue Prozessorklasse, die Aufgaben bis zu 1,8-mal schneller erledigen soll.

Nvidia-Chef Jensen Huang jubelt mit Beschäftigten bei einer Feier für alle Mitarbeitenden auf der Baustelle der Taiwan-Zentrale „Constellation“¨ in Taipeh, Taiwan,
Nvidia-Chef Jensen Huang jubelt mit Beschäftigten bei einer Feier für alle Mitarbeitenden auf der Baustelle der Taiwan-Zentrale „Constellation“¨ in Taipeh, Taiwan, AP Photo/Chiang Ying-ying

Vera beschrieb er als eine Central Processing Unit (CPU) für KI-Agenten und nannte sie den „letzten Durchbruch der Informatik“.

Zum Thema Nachhaltigkeit sagte Huang nur, dass die Rubin-GPU- und Vera-CPU-Architekturen vollständig für Flüssigkühlung ausgelegt werden sollen.

Auffällig sei außerdem: keine Kabel, keine Schläuche, keine Lüfter.

4. KI nimmt keine Jobs weg

Huang eröffnete die Konferenz mit der Aussage, es sei „völliger Unsinn“, dass KI Softwareentwicklerinnen und Softwareentwicklern die Jobs wegnehme. Die Branche stelle im Gegenteil mehr von ihnen ein.

Der Nvidia-Chef wiederholt seit Langem, das eigentliche Risiko sei nicht, dass KI den Job übernehme, sondern dass jemand, der KI beherrscht, einem anderen den Job wegnimmt.

5. Peinlicher Schlussakt

Nvidia beendete die zweistündige Präsentation mit einem von KI erzeugten Video: Roboter schlenderten über die Nachtmärkte von Taipeh und sangen ein Lied über die Ankündigungen der Keynote.

Die Grafik war beeindruckend, trotzdem wirkte das Ganze ein wenig peinlich.

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