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Minus 18° in Texas und Schneesturm-Alarm für 150 Mio. Amerikaner:innen

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Von Euronews mit dpa, AP
Schnee-Chaos in Texas
Schnee-Chaos in Texas   -   Copyright  Brett Coomer/ 2021 Houston Chronicle
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Im US-Bundesstaat Texas ist nach heftigen Schneestürmen mit zeitweisen Stromausfällen der Notstand erklärt worden. Die Wetterbehörden gaben eine Unwetter-Warnung heraus, von der 150 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner betroffen sind. Neben Texas gilt das auch für Kentucky, Mississippi, Alabama, Oregon und Oklahoma.

Die Gesundheitsbehörden in Texas riefen auch dazu auf, die Impfdosen gegen das Coronavirus zu nutzen, bevor sie verfallen - und die Menschen wegen der Unwetter wohl nicht zu den Impfzentren kommen können. Es wurden Temperaturen von bis zu minus 18 Grad gemessen.

In Texas waren zwei Millionen Menschen zeitweise ohne Strom, in Mexiko weitere 5 Millionen. Damit fiel für Viele in Häusern und Wohnungen auch ihre zumeist elektrische Heizung aus. Die Netzagentur des Bundesstaats kündigte am Montagmorgen (Ortszeit) rotierende Abschaltungen von Teilen des Netzes an, um einen kompletten Zusammenbruch der Versorgung zu verhindern.

"Wir sind so etwas in Texas nicht gewohnt"

Burke Nixon wohnt mit seiner Familien in einem Haus in Houston, er sagt: "Wir haben kein Wasser. Wir sind heute Morgen aufgewacht und unsere Rohre waren eingefroren. Unser Nachbar hat gerade eine Propangasflasche besorgt, wir versuchen die Rohre aufzutauen. Wir sind so etwas in Texas nicht gewohnt."

In Texas wurden Temperaturen von bis zu minus 18 Grad gemessen. Zuletzt war es hier vor 30 Jahrenso kalt gewesen.

Yi-Chin Lee/Houston Chronicle
Die schneebedeckte Interstate 10Yi-Chin Lee/Houston Chronicle

Auch ein seltener Anblick: leere Highways so weit das Auge reicht. Wegen vereister Fahrbahnen kam der Verkehr auf vielen Straßen zum Erliegen. Auch viele Flughäfen waren gesperrt.

US-Präsident Joe Biden hatte am Sonntagabend (Ortszeit) wegen des ungewöhnlichen Winterwetters eine Notstandserklärung für den Bundesstaat an der Grenze zu Mexiko genehmigt. Dadurch kann unter anderem zusätzliche Hilfe der Katastrophenschutzbehörde Fema mobilisiert werden.

Es gab auch einige skurrile Szenen.

In der texanischen Metropole Dallas etwa wachten die Menschen am Montag bei Außentemperaturen von etwa minus 13 Grad Celsius auf. In weiten Teilen des Bundesstaats mussten die Anwohner mit Schnee und Eis zurechtkommen. Gouverneur Greg Abbott hatte zuvor gewarnt, der nahende "Wintersturm" sei in seiner Stärke "beispiellos" in der Geschichte des Bundesstaats. Er forderte alle Menschen auf, ihre Häuser nach Möglichkeit nicht zu verlassen, um Unfälle zu vermeiden.

Ungewöhnliche meteo Rologische Bedingungen im Norden, an der Grenze zwischen den USA und Kanada hatten laut amerikanischem Wetterdienst zu dem "arktischen Ausbruch" geführt, der sich dann über weite Teile der USA ausgebreitet hat.