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Wie die Angst vor Covid bei Älteren ausgenutzt wird

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Wie die Angst vor Covid bei Älteren ausgenutzt wird
Copyright  Meabh Mc Mahon
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Von Einsamkeit bis Angst, die Pandemie setzt uns einem besonderen Stress aus, vor allem die ältere Generation. Interessengruppen sind besorgt, zumal der Mißbrauch der Situation von Senioren im letzten Jahr zugenommen hat.

Viele ältere Menschen während der Pandemie seien zu Hause isoliert gewesen mit nur wenigen Versorgungsleistungen und weniger Kontaktpersonen als üblich, sagt Borja Arrue von Age Platform. Das bedeute, dass Dinge hinter verschlossenen Türen vorgegangen sein könnten, die man als Mißbrauch bezeichnen könne.

Nach Expertenangaben sterben jedes Jahr etwa zweieinhalb Tausend Menschen in Europa an schlechter Behandlung - und nur jeder 24. Fall wird bekannt. Den Opfern sei es häufig peinlich, sich gegenüber Dritten zu offenbaren. Sie wollten nicht Gegenstand von Klatschgesprächen sein, heißt es.

Ein Opfer aus Belgien sprach dennoch zu uns - unter der Bedingung, anonym zu bleiben.

Viele Menschen seien in ihrer Lage, sagt die 85jährige. Sie würden immer wieder erniedrigt. Es sei schrecklich, dann auf sich allein gestellt zu sein.

Sie spricht mit Dankbarkeit von einem Unterstützernetzwerk, dem sie sich immer mitteilen konnte. Vor allem während der Pandemie.

Die Gewalt habe schon vor 50 Jahren begonnen, als sie einen gewalttätigen Mann geheiratet habe. Anfangs schien er sehr nett, doch habe er sie und die Kinder über die Jahre oft mißhandelt. Diese Erfahrung verlasse die Seele nie.

Unterstützer in Brüssel hoffen, dass die EU Maßnahmen gegen den Mißbrauch von Senioren höher auf die politische Tagesordnung setzt und dass die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten drängt, das Thema ernster zu behandeln.