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Frischer Wind in Monte Carlo: Cecilia Bartoli wird die erste Frau an der Spitze der Oper

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Frischer Wind in Monte Carlo: Cecilia Bartoli wird die erste Frau an der Spitze der Oper
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Von Katharina Rabillon  & Sabine Sans
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Eine neue Rolle für Cecilia Bartoli: die Mezzosopranistin wird die erste Frau an der Spitze der Opéra Garnier Monte-Carlo. Ab 2023 übernimmt die Italienerin die künstlerische Leitung des geschichtsträchtigen Hauses. Das Opernhaus gehört zu den wenigen, das auch in Coronazeiten vor Publikum spielt.

Eine langandauernde Liebesbeziehung

Cecilia Bartoli und das Opernhaus Monte-Carlo: Das ist eine Liebesaffäre, die schon lange besteht. Die Mezzosopranistin bezauberte das Publikum kürzlich in Rossinis komischer Oper "Le Comte Ory".

Aber sie ist nicht nur auf der Bühne präsent: Bald zieht die Italienerin auch hinter den Kulissen die Fäden. Ihre neue Rolle: Sie wird die Leitung der Oper von Monte-Carlo übernehmen und damit die erste Frau an der Spitze des Hauses.

"Ich habe immer davon geträumt, gemeinsam mit anderen Musik zu machen", erzählt Cecilia Bartoli. "Ich habe mit Klavier angefangen, ich habe ein bisschen Trompete gelernt und dann habe ich Gesang studiert. Aber künstlerische Leiterin eines Hauses zu werden, war sogar für mich eine Überraschung."

Cecilia Bartoli: mit Leidenschaft und Perfektion für die Bühne

Eine Wahl, die begeistert: "Cecilia Bartoli ist eine Legende", schwärmt Jean-Louis Grinda, Direktor der Oper Monte-Carlo. "Wir haben eine außerordentlich kompetente Frau ausgewählt. Eine Künstlerin, die die Geschichte der Oper maßgeblich geprägt hat. Ich bin überzeugt davon, dass Opernhäuser von Künstlern geleitet werden sollten. Künstler verstehen, was alles auf dem Spiel steht, was in einem Theater passieren kann, und sie sind bereit, Risiken einzugehen."

Ihr Können und ihre Leidenschaft für ihre Arbeit wird allgemein anerkannt: "Cecilia ist jemand, der an der Perfektion arbeitet", meint Regiseur Moshe Leiser. Sein Kollege Patrice Caurier sagt: "Es ist ihre Leidenschaft für das Theater, für die Bühne. Sie steckt ihre ganze Energie in das, was sie tut."

Die Salle Garnier - ein magischer Ort

Der Opernsaal Garnier, das Schmuckstück des Casino de Monte-Carlo, spiegelt die Maßlosigkeit und die Kühnheit wieder, mit der das Casino de Monte-Carlo gebaut wurde. Cecilia Bartolis neue künstlerische Heimat ist ein architektonisches Juwel von Charles Garnier, dem Baumeister der auch die Pariser Oper erschuf:

"Der Saal Garnier ist wirklich ein magischer Ort," findet Cecilia Bartoli. "Die Akustik ist unglaublich. Die größten Künstler der Vergangenheit und Gegenwart haben hier gesungen. Wenn Sie an Caruso denken, an Beniamino Gigli, an die Tebaldi. Die Geschichte dieses Theaters ist wirklich von großer Bedeutung. Ich möchte gern Künstler einladen, die noch nie hier gesungen haben. Und es ist auch die Gelegenheit, das Haus mehr Richtung Barock und Mozart zu öffnen. Ich hoffe, mit viel Energie und Liebe weitermachen zu können, denn am Ende dreht sich alles um die Liebe."