Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Rapperin Zeinixx malt Frauenrechte an die Wand

euronews_icons_loading
Euronews
Euronews   -   Copyright  Euronews
Von Fred Ponsard, su
Schriftgrösse Aa Aa

Auch das Menschenrechts-Festival in Genf (Festival du Film et Forum International sur les Droits Humains, FIFDH) wurde fast ausschließlich zur Online-Veranstaltung, mit Debatten, Treffen und Filmvorführungen. Eine Veranstaltung war aber ganz real zu sehen: Drei Frauen schufen ein riesiges Graffiti, darunter Zeinixx aus Dakar. Das Thema: Die Sache der Frauen.

"Ich war eine 'van Gogh' und wollte 'Banksy' werden"

Zeinixx, Straßenkünstlerin:

"Ok, ich bin Zeinixx LFDM, die erste Graffiti-Künstlerin im Senegal. Ja, es ist mir eine Ehre, hier in Genf zu sein und die “Hip Hop Girl Scene” zu vertreten ..."

Die Idee: Die Kämpfe der Frauen an den Mauern der Stadt zum Leben zu erwecken.

Zeinixx, Straßenkünstlerin:

“Frauen sind im öffentlichen Raum sichtbar, es geht nicht darum, das zu behaupten, es geht darum, das zu bestätigen. Mit diesem gigantischen Fresko hinter uns wurde es meiner Meinung nach gut bestätigt, da ungefähr zehn Tage lang drei Frauen an dieser Wand zugange waren.”

…in einer Sparte, in der Frauen weit davon entfernt sind, in der Mehrheit zu sein ...

Zwei Künstlerinnen aus Genf - Amikal und Nadia Seika - haben sich mit Zeinixx zusammengetan, um die Lücke zwischen Europa und Afrika zu schließen

Nadia Seika, Straßenkünstlerin:

“Ja, das soll heißen, dass die Frauen wirklich DA sind. Leider ist das eine Sache, für die wir uns heute immer noch einsetzen müssen, weil wir von der Gleichheit weit entfernt sind.”

Für das Festival war es wichtig, Präsenz zu zeigen, nicht nur an den Mauern der Stadt ...

Boris Mabillard, Debatten-Leiter, FIFDH

“Der öffentliche Raum ist offenkundig der Ort, an dem feministische Forderungen zum Ausdruck gebracht werden, aber er ist auch ein Symbol zum Erobern, der öffentliche Raum will erobert werden. Und wenn ich öffentlicher Raum sage, sind das für mich erst mal die Straße, virtuelle Räume, künstlerische Räume, kreative Räume aller Art. Wir haben also 'das Hier' in Genf, 'das Ferne' mit Dakar, und dies wird in einem Fresko deutlich, das drei geografische Universen, drei künstlerische Universen zusammenbringt.”

Das Projekt heißt "La grande traversée“ - ”der große Übergang" und soll im kommenden Jahr mit einer Großveranstaltung zum Thema Frauen im öffentlichen Raum weitergehen.

Fred Ponsard, su