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Impfstoff-Umbenennung: Aus AstraZeneca wird Vaxzevria

Dosen des AstraZeneca-Präparats
Dosen des AstraZeneca-Präparats   -   Copyright  Matthias Schrader/AP
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Das Impfstoff-Präparat des Herstellers AstraZeneca heißt demnächst "Vaxzevria". Das Pharmaunternehmen erklärte, dass es seinen Impfstoff in der EU künftig unter diesem Namen vermarkten will.

Der neue Name sei bereits von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden. Bislang ist das Präparat unter dem Namen "Covid-19 Vaccine AstraZeneca" bekannt. "Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen ist üblich und wurde seit vielen Monaten geplant", heißt es in einer Mitteilung von AstraZeneca. Die vollständige Umstellung auf den Namen "Vaxzevria" werde in sechs Monaten erfolgen.

Erst wurde die Impfung mit AstraZeneca ausgesetzt, dann fortgeführt. Dieses Hin und Her hat den Ruf des Vakzins schwer beschädigt. Seit gestern hat Deutschland eine weitere Einschränkung bezüglich AstraZeneca ausgesprochen. Dieses Mal geht um Impfungen für Personen unter 60 Jahren. Der Impfstoff wird jetzt nur noch für Menschen ab 60 Jahren uneingeschränkt empfohlen.

Dabei kann sich Deutschland weitere Verzögerungen bei den Impfungen nicht leisten. Deutschland und viele andere Länder haben das EU-Impfziel für Menschen über 80 Jahre nach jüngsten Daten verfehlt. Ziel der EU-Kommission war, dass mindestens 80 Prozent dieser Altersgruppe bis Ende März gegen das Coronavirus geimpft sind.

Vorsicht bei AstraZeneca stößt in Großbritannien auf Unverständnis

Anders als Deutschland rät die EU-Arzneimittelbehörde EMA vorerst nicht zu Einschränkungen. Die EMA erklärte, bisher habe die Überprüfung keine besonderen Risikofaktoren ergeben, etwa Alter, Geschlecht oder frühere Blutgerinnsel. "Ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Impfstoff ist nicht bewiesen, aber er ist möglich und die weitere Analyse läuft."

In Großbritannien, wo bereits mehr als elf Millionen AstraZeneca-Dosen verimpft wurden, stößt die Entscheidung der deutschen Regierung auf Unverständnis. Er sehe keine Grund, den Einsatz des von der Universität Oxford entwickelten Impfstoffs in Frage zu stellen, sagte der britische Wohnungsbauminister Robert Jenrick dem britischen Nachrichtensender Sky News.

Die Regierung habe 100-prozentiges Vertrauen in die Wirksamkeit des Präparats und das sei durch verschiedene Studien, die britische Arzneimittelbehörde und jüngste Forschungsergebnisse bestätigt worden.