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Israel: Dutzende Tote bei Massenpanik an Pilgerstätte

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Israel: Dutzende Tote bei Massenpanik an Pilgerstätte
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Bei einer Massenpanik auf einem jüdischen Fest im Norden Israels sind nach Angaben von Rettungskräften mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen, laut Gesundheitsministerium mindestens 44 Menschen. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt, viele lebensgefährlich. Tausende Ultraorthodoxe hatten in Meron den jüdischen Feiertag Lag Baomer begangen.

Nach ersten Berichten war eine Tribüne zusammengebrochen, andere sprechen von rutschigen Treppen oder einer abschüssigen Rampe mit Metallboden, auf der Menschen ausgerutscht und hingefallen seien. Die dicht gedrängten Feiernden fielen dann übereinander.

Dov Maisel, Rettungsdienst United Hatzalah:

“Wir haben gerade mit einer der schlimmsten Katastrophen Israels zu tun. Eine schreckliche Katastrophe: Menschen, die gekommen sind, um Lag Baomer und Rabbi Shimon Bar Yochai zu feiern, wurden buchstäblich zu Tode gequetscht.”

Zeugen zufolge fielen zahlreiche Menschen aufeinander, wurden eingezwängt und verloren das Bewusstsein.

Sechs Hubschrauber und medizinische Teams versuchten, die Verletzten zu evakuieren.

Rund hunderttausend Menschen waren zu der Pilgerstätte in der Nähe des Meron-Berges gekommen, nachdem in Israel alle Corona-Beschränkungen nach einer sehr erfolgreichen Impfkampagne aufgehoben worden waren.

Dieses religiöse Ereignis war das erste große seit der Lockerung der Maßnahmen – in sozialen Netzwerken war vor dem Unglück in Videos zu sehen, wie die Menschen dicht gedrängt und ausgelassen sangen, tanzten und hüpften.

su mit dpa