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Trauer und Vorwürfe nach Massenpanik mit 45 Toten

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Viele Angehörige versuchten, Verstorbene noch vor Sabbat-Beginn beizusetzen
Viele Angehörige versuchten, Verstorbene noch vor Sabbat-Beginn beizusetzen   -   Copyright  AP
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In Israel ist die Bestürzung und Trauer nach der Massenpanik im Wallfahrtsort Meron groß. Präsident Reuven Rivlin entzündete in Jersusalem für jeden der 45 Toten eine Kerze. Er rief zur Anteilnahme auch für die Angehörigen auf, die noch nach ihren Liebsten suchten. Rund 150 Menschen wurden bei der Panik auf einem jüdischen Fest Donnerstagnacht verletzt, einige schwer.

Regierungschef Benjamin Netanjahu spendete Blut für die Opfer. Er sprach von einer schrecklichen Tragödie. Netanjahu hatte bereits am Freitag eine umfassende Untersuchung des Vorfalls angekündigt.

Auch minderjährige Gläubige starben

Angehörige beeilten sich, Verstorbene noch vor Beginn des Sabbats am Freitagabend zu beerdigen. Im Judentum sollten Tote möglichst innerhalb von 24 Stunden beigesetzt werden. Unter den Toten waren laut israelischen Medien auch minderjährige Gläubige und Ausländer aus den USA, Kanada und Argentinien.

Unterdessen mehren sich die Vorwürfe gegen Polizei und Behörden. ExpertInnen warnen bereits seit Längerem vor Gefahren bei den Feierlichkeiten zum Lag-Baomer-Fest auf dem Meron-Berg. Bisherigen Erkenntnissen zufolge begann die Panik, als die Menschen auf einer abschüssigen Rampe ins Rutschen kamen und übereinander fielen.