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Verseuchte Eier: 3 Jahre Haft für Hauptverdächtigen im Fipronil-Skandal

2017 wurden 73.000 mit Fipronil verseuchte Eier aus den Niederlanden aus deutschen Supermärkten zurückgerufen
2017 wurden 73.000 mit Fipronil verseuchte Eier aus den Niederlanden aus deutschen Supermärkten zurückgerufen   -   Copyright  Michael Probst/Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved.
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Drei Jahre muss einer der Hauptverdächtigen im Fipronil-Skandal von 2017 hinter Gitter. Das entschied das zuständige Gericht in Antwerpen. Zwei Jahre der Strafe werden jedoch zur Bewährung ausgesetzt.

Der Mann hatte damals ein Schädlingsbekämpfungsmittel auf den Markt gebracht, das vor allem in Hühnerställen gegen die Rote Vogelmilbe zum Einsatz kam. Im dem Mittel war allerdings auch das Insektengift Fipronil enthalten, Rückstände davon fand man in Eiern und Eierprodukten wie Nudeln, Backwaren, Mayonnaise und Eierlikör. Zwar sollte laut den Behörden von den Eiern für Verbraucher keine Gefahr für die Gesundheit ausgehen, vorsorglich wurden dennoch riesige Mengen an Eiern zurückgerufen und vernichtet.

Bei dem Skandal standen besonders die belgischen Behörden wegen ihrer zu zögerlichen Reaktion in der Kritik. Sie hätten damals schon wesentlich früher von den Vorfällen gewusst und zu spät die betroffenen europäischen Länder informiert. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass Fipronil schon monatelang in den Ställen zum Einsatz gekommen war.