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Ursula von der Leyen warnt vor "Pandemie der Ungeimpften"

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Von Stefan Grobe
Ursula von der Leyen warnt vor "Pandemie der Ungeimpften"
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Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wird die Zahl der Coronavirus-Todesfälle in Europa im März nächsten Jahres die Zwei-Millionen-Grenze überschreiten.

Vollständig Geimpfte haben, so sagt die EU-Kommission, ein deutlich geringeres Todesrisiko als Ungeimpfte.

Ursula von der Leyen, EU-Kommissionspràsidentin: "Und wenn wir und die Hospitalisierungs- und die Sterberaten anschauen, dann haben wir es in erster Linie mit einer Pandemie der Ungeimpften zu tun. Deshalb ist und bleibt es unsere oberste Priorität, die Impfungen weiter voran zu treiben."

Offizielle Statistiken aus den letzten zwei Wochen beweisen das.

In Irland, wo 93 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind, liegt die Covid-Sterberate bei 15 pro eine Million Menschen.

Dagegen liegt in Bulgarien mit einer Impfrate von nur 29 Prozent diese Zahl bei 325 Menschen.

Yves Coppieters, Epidemiologe an der Freien Universität Brüssel: "Bei der Delta-Variante ist die Wirksamkeit von Impfungen bei infizierten Menschen geringer als erwartet. Sie ist aber immer noch sehr gut zur Verhinderung von schweren Infektionen und Tod. Was Infektionen angeht, so tragen die Geimpften immer noch zur Verbreitung des Virus bei, allerdings deutlich weniger als die Ungeimpften."

Insgesamt nimmt der Schutz von Impfungen langsam ab. Deswegen wollen viele EU-Länder bald mit dritten Booster-Shots beginnen.