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Das abrupte Ende einer Ruhephase des Vulkans: 371 Erdbeben auf La Palma

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Von Euronews mit AP
Mit voller Wucht meldete sich der Cumbre Vieja nach einer Ruhepause zurück
Mit voller Wucht meldete sich der Cumbre Vieja nach einer Ruhepause zurück   -   Copyright  Emilio Morenatti/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Auf die Ruhe folgte ein neuer Sturm. 30 Stunden lang hatte sich keine Lava aus dem Vulkan auf La Palma ergossen, dann folgte das böse Erwachen mit einer neuen Rekordzahl an Erdbeben. 

371 Erdstöße verzeichneten die Seismologen inselweit. Und das schaurige Spektakel setzte sich mit gewaltigen rot-orangen Fontänen fort.

Neue Risse am Cumbre Vieja deuten darauf hin, dass mehrere bislang verschont gebliebene Wohngebiete gefährdet sind.

"Weit entfernt von jeder Hoffnung"

Sorge bereitet den Forschenden vor Ort auch der unverändert hohe Schwefeldioxid-Gehalt der Luft. Und eine Beserung ist nicht in Sicht.

David Calvo vom Vulkanologischen Institut Kanarische Inseln sagte ernüchtert:"Wir sind unverändert weit entfernt von jeder Hoffnung, dass die Eruption zu Ende geht. Ich glaube eher, dass der Trend immer noch dramatisch langsam nach unten geht. Mit diesen oft spektakulären Ausschlägen, die mit außergewöhnlich hohen Werten so viel Aufmerksamkeit erregen. Aber auch im Durchschnitt sind es hohe Werte, die ein sofortiges Ende der Eruption unwahrscheinlich machen."

Der Vulkanologe Calvo glaubt, der Cumbre Vieja habe sich innerlich neu aufgeladen, um danach mit noch größerer Kraft umso stärker neu auszubrechen.