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Seit 2 Monaten Lockdown in Shanghai - Menschen stoßen an Grenzen

Zwei Monate ist es jetzt her, dass die chinesischen Behörden die Stadt Shanghai in einen strengen Lockdown geschickt haben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.
Zwei Monate ist es jetzt her, dass die chinesischen Behörden die Stadt Shanghai in einen strengen Lockdown geschickt haben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Copyright Liu Ying/Xinhua
Copyright Liu Ying/Xinhua
Von Euronews mit AP, dpa
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Mittlerweile sind die Beschränkungen in Shanghai gelockert, doch eine Rückkehr zur Normalität ist nicht in Sicht - mit Folgen auch für Europa und Deutschland.

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Zwei Monate ist es jetzt her, dass die chinesischen Behörden die Stadt Shanghai in einen strengen Lockdown geschickt haben, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Das Leben solle im Juni wieder zur Normalität zurückkehren, so der Plan. Aber einige Menschen stoßen wegen der strengen Null-Covid-Politik der Regierung mehr und mehr an ihre Grenzen.

Mehr als 21 Millionen Einwohner:innen leben in so genannten "Vorsichtszonen", der am wenigsten restriktiven Kategorie. Theoretisch steht es ihnen frei, diese zu verlassen, aber in der Praxis liegt die Entscheidung bei den jeweiligen Wohnausschüssen, was zu willkürlichen Regeln führt.

In einigen Wohnanlagen wenden sich die Bewohner:innen an die Vertreter ihrer Wohnausschüsse, um sie zu bitten, ihnen das Verlassen der Anlage ohne zeitliche Begrenzung oder Beschränkung der Personenzahl zu erlauben. 

Gleichzeitig bleibt die Bewegungsfreiheit der Menschen in vielen Teilen der Stadt eingeschränkt. In einigen Gegenden darf nur eine Person pro Haushalt zum Einkaufen die Wohnung verlassen, und das auch nur für einige Stunden an bestimmten Tagen. Die meisten Restaurants und Einzelhandelsgeschäfte sind weiterhin geschlossen.

Lockdown mit Folgen für die deutsche und europäische Wirtschaft

Der deutschen Wirtschaft droht als Folge chinesischer Lockdowns und weltweiter Schiffsstaus eine weitere Verschärfung der gravierenden Lieferprobleme. Nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel und des Rotterdamer Hafens ist die Zahl der aus China Richtung Westen fahrenden Schiffe bereits gesunken. Und die Londoner Schifffahrtsberatung Drewry schätzt, dass im Hafen Shanghai allein im April 260.000 für den Export in alle Welt bestimmte Container nicht verladen wurden.

Die Auswirkungen werden nach Einschätzung des Berliner Mercator Instituts für Chinastudien (Merics) sowohl die Verbraucher als auch die Industrie spüren. Deutsche Einzelhändler verkauften eine große Auswahl in China hergestellter Produkte, von Elektronik über Möbel und Kleidung bis zu Spielwaren, sagt Merics-Analyst Jacob Gunter.

Der Hafen Shanghai ist der größte der Welt, die Stadt und ihr Hinterland eine Industrieregion von weltweiter Bedeutung. Den größten Anteil bei chinesischen Exporten von Industriekomponenten haben nach Angaben des Mercator-Instituts elektronische Bauteile und Computer aller Art. "Für Deutschland besteht außerdem das Risiko übermäßiger Abhängigkeit von China als Exporteur und Verarbeiter von Schlüsselrohstoffen, vor allem in der Automobilindustrie", sagt Merics-Analyst Jacob Gunter. Als Beispiele nennt er Kobalt und Lithium für die Herstellung von Elektroauto-Batterien.

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