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SOS Neusiedler See - Wassersportler kämpfen gegen die Austrocknung

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Von Euronews
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Rund 100 Hobby-Wassersportler aus Österreich, Ungarn und Deutschland haben sich zur Rettung des Neusiedler Sees ins Zeug gelegt.
Rund 100 Hobby-Wassersportler aus Österreich, Ungarn und Deutschland haben sich zur Rettung des Neusiedler Sees ins Zeug gelegt.   -   Copyright  AFP

Rund 100 Hobby-Wassersportler aus Österreich, Ungarn und Deutschland haben sich zur Rettung des Neusiedler Sees ins Zeug gelegt. Mit Booten, Kajaks oder Kanus ruderten und paddelten sie 37 Kilometer auf dem 315 km2 großen See, um auf seine drohende Austrocknung durch den Klimawandel aufmerksam zu machen. Es ging von Rust über Mörbisch, Illmitz und Podersdorf und wieder zurück nach Rust. 

Der See, der auch als "Wiener Meer" bekannt ist, liegt zu etwa 75 Prozent in Österreich, rund 25 Prozent des Sees gehört zu Ungarn. Seit 2001 steht er auf der Liste des Unesco-Welterbes.

"Unsere Umwelt zu schützen, unsere Umgebung, ich denke, das geht jeden in unserer Gesellschaft etwas an", sagt Mitinitiator der Aktion "SOS Neustädter See" Michael Oberhauser. "Es geht nicht darum, ob man sportlich ist, sondern darum, ob ich etwas tue oder zu Hause sitze und darauf warte, dass andere etwas für mich tun, und wir müssen jetzt handeln."

Umweltschützer vom Verein Burgenland Extrem wollen mit ihren Aktionen erreichen, dass das sensible Ökosystem des Neusiedler Sees langfristig abgesichert wird. Sie arbeiten seit zwei Jahren an dem Projekt zum Schutz des Sees. 

Auch Österreichs Bundespräsident Van der Bellen unterstützt die Aktion, wie er in einer Videobotschaft erklärt. 

Mitinitiator der Aktion, Tobias Monte, sagt: "Es findet hier statt, auf dem See. Man kann sehen, was mit ihm passiert und so ein Gefühl dafür bekommt. Das Wasser geht zurück und in ein paar Jahren wird vielleicht nicht mehr so viel Wasser da sein. Man wird dann nicht mehr segeln können, nur noch paddeln. Es ist ein großes Problem und man kann es schon jetzt hier sehen."

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